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ZUG: Eine klammheimliche Soft-Eröffnung

Irgendwann Anfang April starten Mirca Reich und Cristian Hollatz mit ihrem Pachtbetrieb in Oberwil, der zuvor zu einem Imperium gehörte. Sie wollen das Zunfthaus Kreuz zum neuen Ortstreffpunkt machen.
Charly Keiser
Mirca Reich und Cristian Hollatz posieren vor dem neuen Holzofen des Zunfthauses Kreuz in Oberwil, das sie neu als Pächter führen. (Bild: Stefan Kaiser (21. März 2018))

Mirca Reich und Cristian Hollatz posieren vor dem neuen Holzofen des Zunfthauses Kreuz in Oberwil, das sie neu als Pächter führen. (Bild: Stefan Kaiser (21. März 2018))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Fünf Jahre lang war die EVZ Gastro AG Pächterin des Zunfthauses Kreuz in Oberwil. Im vergangenen Herbst wurde bekannt, dass der in diesen April auslaufende Pachtvertrag mit der Gastro Oberwil AG nicht verlängert wird. «Obwohl beide Parteien grundsätzlich Interesse zu einer Weiterführung bekundeten, konnten wir uns über die Rahmenbedingungen nicht einig werden», begründete damals Giedo Veenstra, Geschäftsführer Gastronomie des EVZ, das Ende der Pacht.

Mit einer «klammheimlichen Soft-Eröffnung irgendwann Anfang April» beginnt im Kreuz die Zeit von Mirca Reich und Cristian Hollatz, wie Letzterer verrät: «Und zur offiziellen Eröffnung am 12. Mai kommt mein guter Freund Ronny Jones, der dann die Gäste mit Soul und Blues unterhält.»

Fokus auf Fischgerichte

Reich und Hollatz sind in Oberwil alles andere als Unbekannte. Denn die beiden führen seit letztem Jahr den Rigiblick. Dies sei auch der Grund, warum er sich sofort um das Kreuz bemüht habe, als ihm zugetragen worden sei, dass die Pacht mit dem EVZ nicht verlängert werde. Es sei geplant, im Rigiblick den Schwerpunkt auf Fisch zu legen, sagt Hollatz: «Aber es gibt natürlich trotzdem noch ein Stück Fleisch», betont er und sagt: «Der Rigiblick ist klein und fein, wo ein gediegenes Ambiente geboten werden soll.»

Im Kreuz wollen Hollatz und Reich Fleischgerichte und Pizzen in den Mittelpunkt rücken. «Wir wollen junges Publikum – mit Livebands und Konzerten – anziehen, damit auch junge Leute aus Zug zu uns nach Oberwil kommen.»

Treffpunkt für Jung und Alt

Ein Comeback bekommt die Musikbar Seeblick des Zunfthauses, die Hollatz bereits umgebaut hat. Und dank dem neu installierten Holzofen und dem Smoker sollen Steaks, Pizzen und andere einfache Gerichte viel Volk anziehen. «Das Kreuz soll für Jung und Alt zum Treffpunkt werden», sagt Hollatz. «Hier soll die breite Masse die wunderbaren Sonnenuntergänge am See geniessen können.» Im Bau ist im Moment die Gelateria, wo sich die Gäste des nahen Tellenörtlis im Sommer mit Glace eindecken können. «Wir wollen Familien, Geschäftsleute und natürlich Badegäste mit Angeboten im mittleren Preisniveau ansprechen», fasst Hollatz zusammen und ergänzt: «Und das Kreuz soll ein attraktiver Treffpunkt für die Dorfbevölkerung und Gäste aus der Umgebung sein. Die Traumlokalität mit direktem Seeanstoss und Bootsanlegeplatz ist der optimale Ort für romantische Abende zu zweit, und für Gruppen wie zum Beispiel Hochzeiten.»

«Das Konzept hat uns überzeugt»

Sehr zufrieden ist Carmen Banzer von der Gastro Oberwil AG mit dem neuen Team, das die gleiche Pacht bezahlt wie zuvor die EVZ Gastro AG. Das Interesse für das Zunfthaus Kreuz sei sehr gross gewesen, und das Konzept von Hollatz und Reich habe sie überzeugt. «Mit den beiden innovativen jungen Gastronomen bekommen die Oberwiler einen neuen Treffpunkt, den sich alle leisten können. Und speziell auch die Oberwiler Vereine dürfen sich auf das neue Kreuz freuen», sagt Banzer.

Mirca Reich absolvierte ihre Kochlehre im Restaurant Storchen in Zürich, und ihre Kochlaufbahn brachte sie unter anderem in den Rathauskeller in Zug. Sie absolvierte die Hotelfachschule und leitete sieben Jahre das Weisse Rössli in Zürich.

Cristian Hollatz wuchs in einer Gastronomiefamilie im Engadin auf. Nach seiner Kochlehre brachten ihn seine Wanderjahre in namhafte Häuser wie das Badrutt’s Palace in St. Moritz, das Waldhaus in Flims und nach Amerika, wo er für den Michelin-Koch Joël Antunes kochte.

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