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ZUG: «Eine rüstige und robuste Jubilarin»

Die Generalversammlung der Zuger Kantonalbank am Samstag lief wie nach Drehbuch: Die Anträge des Bankrates wurden allesamt deutlich bejaht. Das hat gute Gründe. Die Kantonalbank hat trotz schwierigem Umfeld im letzten Jahr erfolgreich gearbeitet.
Christopher Gilb
3107 Aktionärinnen und Aktionäre waren zur GV der Zuger Kantonalbank in der Bossard-Arena gekommen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 29. April 2017))

3107 Aktionärinnen und Aktionäre waren zur GV der Zuger Kantonalbank in der Bossard-Arena gekommen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 29. April 2017))

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

Kurz nachdem die Saison des EVZ vorbei ist, herrscht in der Zuger Bossard-Arena schon wieder Hochbetrieb. Erst führten die Wasserwerke Zug (WWZ) und dann am Samstag noch die Zuger Kantonalbank (ZGKB) ihre Generalversammlung (GV) durch. 3107 Aktionärinnen und Aktionäre waren gekommen, um den Reden des Präsidenten der Bankleitung und des Präsidenten der Geschäftsleitung zu lauschen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und den traditionellen Zuger Kirsch mit nach Hause zu nehmen.

Eingangs kam der Präsident des Bankrats Bruno Bonati auf verschiedene Sequenzen der 125-jährigen Geschichte der Bank zu sprechen. Denn die ZGKB feiert dieses Jahr ihr Jubiläum, weshalb alle Aktionäre zum Abschluss noch eine Ausgabe der Jubiläumsschrift geschenkt erhielten. Lange habe der Bank die Beschaffung von genügend Eigenkapital Mühe bereitet, erzählte Bonati. Dies sei jedoch heute kein Problem mehr. «Wir verfügen über eine Eigenkapitalbasis von über 1,2 Milliarden Franken.» Dies sei eine sehr wichtige Basis, um mit den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen Schritt halten zu können.

Stärke liegt weiterhin im direkten Kundenkontakt

Als einen der vier Einflussfaktoren, die für die Bank 2016 prägend gewesen seien und die auch im laufenden Jahr richtungsweisend würden, bezeichnete Bonati die Digitalisierung. «Wir befassen uns laufend und intensiv mit der dynamischen Entwicklung im Digital Banking.» Die Zuger Kantonalbank führe aber nur Lösungen ein, die markterprobt seien, den Bedürfnissen der Kunden entsprechen würden und die Effizienz der Bank erhöhen. «Wir sind überzeugt, dass in einer künftig noch viel stärker digitalisierten Bankenlandschaft unsere Stärke als lokal verankerte Bank nach wie vor im direkten Kundenkontakt liegt. Unsere digitalen Dienstleistungen ergänzen unsere persönliche Beratung in den Geschäftsstellen.» Ein weiterer Faktor sei die Standortattraktivität. So hätte die Bank dank der weiterhin hohen Standortattraktivität des Kantons Zug bei der Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum signifikant zulegen können. Die Negativzinsen nannte Bonati als weiteren Punkt. Diese hätten die Bank im vergangenen Jahr anhaltend gefordert. Als vierten Punkt nannte der Bankratspräsident die hohe Kostendisziplin. Diese widerspiegele sich im Kosten-Ertrags-Verhältnis der Bank, das auf 46,9 Prozent habe gehalten werden können. «Damit ist die Zuger Kantonalbank im Branchenvergleich sehr gut positioniert. Wir sind bereit für die Zukunft», schloss er sein Referat.

Negativzinsen nur vereinzelt weitergeben

Auch Pascal Niquille, der Präsident der Geschäftsleitung der ZGKB, zeigte sich erfreut über das Ergebnis der Bank. Wie gut dieses sei, liesse sich an dem gestiegenen Geschäftserfolg und der Höhe des Reingewinns ablesen. Die ZGKB verbucht für das Jahr 2016 einen Geschäftserfolg von 100,5 Millionen Franken und einen Reingewinn von 61,5 Millionen Franken. Dieser liegt auf Vorjahresniveau. Obwohl sich Banken mittlerweile gezwungen sehen würden, einen Teil der Negativzinsen an ihre Kunden weiterzugeben, wolle die Zuger Kantonalbank dies auch in Zukunft nur vereinzelt und auf individueller Basis tun, sagte Niquille noch zur Herausforderung Tiefzinsumfeld.

Um trotz dieser Herausforderung weiterhin «attraktive Angebote» für die Kunden bereitzuhalten, führe die Bank ab Juni drei neue Beratungsangebote für langfristige Geldanlagen ein. «Das veränderte Anlageumfeld verlangt nach neuen Lösungen. Das Bedürfnis nach professioneller Unterstützung ist gross – sei es beim Sparen oder bei der langfristigen Geldanlage», so Niquille.

Der Unterschied zwischen den Beratungsangeboten ist die Intensität bei der Betreuung der Kunden. So gibt es das Beratungsangebot Basis, Partner und Expert. Das Angebot Expert richtet sich laut ZGKB beispielsweise an Kunden, die rege anlegen und deshalb eine intensive Betreuung wünschen. Der anschliessende Abstimmungsteil der Generalversammlung war schnell vorbei. Mit Geräten ausgestattet, hatten die Aktionäre jeweils zehn Sekunden Zeit, ihr Votum abzugeben. Fast alle Anträge wurden mit weit über 90 Prozent der Stimmen angenommen. Anträge von Seiten der Aktionäre gab es keine. Auch nahm keiner die Möglichkeit wahr, sich mit dem Mikrofon zu den Anträgen zu äussern.

Als Vertreter des Mehrheitsaktionärs der Bank, des Kantons, trat anschliessend noch der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler ans Mikrofon. Er lobte die ZGKB als rüstige und robuste Jubilarin. Sie sei nicht nur einer der Zuger Erfolgsfaktoren, sondern gar ein Multiplikator dieses Erfolgs. Und dies sei gut in einer Zeit, in der ihm in Sachen politischer und finanzieller Gesamtlage einiges weiterhin Sorgenfalten bereite. Dann war die GV vorbei, und die Teilnehmer kamen in den Genuss eines Apéros und konnten ihre Geschenktaschen abholen.

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