ZUG: Einem weiteren Dorf droht mehr Verkehr

Der Kanton will die Strasse ins Ägerital sanieren. Das Projekt weckt nun auch in Menzingen Befürchtungen.

Rahel Hug
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Lorzentobelbrücke: Für die Menzinger Bevölkerung, die zu einem grossen Teil in Zug arbeitet, bedeutet die Sperrung des Abschnitts zwischen Moosrank und Nidfuren grössere Umwege. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Lorzentobelbrücke: Für die Menzinger Bevölkerung, die zu einem grossen Teil in Zug arbeitet, bedeutet die Sperrung des Abschnitts zwischen Moosrank und Nidfuren grössere Umwege. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Vor rund einem Monat haben sich zahlreiche Allenwindner in der Aula im Baarer Ortsteil eingefunden. Grund dafür: Baudirektor Heinz Tännler informierte über die geplante Sanierung der Kantonsstrasse ins Ägerital und die möglichen Lösungen, um den Mehrverkehr in Allenwinden möglichst gering zu halten. Tännler informierte zudem über das geplante Mitwirkungsverfahren, mit dem die Betroffenen an der Debatte und der Planung beteiligt werden sollen. Das Thema bewegt die Leute, wie die lebhafte Diskussion in Allenwinden zeigte.

Umwege geben zu Reden

Jetzt lädt der SVP-Regierungsrat in Menzingen ebenfalls zu einer Informationsveranstaltung. Denn die Berggemeinde ist auch von der Strassensanierung betroffen, insbesondere der Ortsteil Edlibach. Doch in Menzingen gibt weniger der Mehrverkehr, sondern der durch die Sperrung entstehende Umweg zu Reden: «Den Menzingern ist vor allem wichtig, dass sie irgendwie nach Zug und Ägeri kommen, sei es mit dem Bus oder mit dem Auto», sagt Bauvorsteher Martin Kempf.

Kempf ist aber zuversichtlich, dass eine «für alle tragbare Lösung» gefunden wird: «Die Lasten müssen gerecht verteilt werden», sagt er.