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ZUG: Eingang des Pulverturms in Zug soll endlich überdacht werden

In einem zweiten Anlauf wird ein Vordach für die Eingangstür des Pulverturms geplant. Ein gewichtiges Ja lässt die Beteiligten hoffen.
Charly Keiser
Die Bauprofile zeigen, wo künftig ein Vorbau zu stehen kommen soll. (Bild Werner Schelbert)

Die Bauprofile zeigen, wo künftig ein Vorbau zu stehen kommen soll. (Bild Werner Schelbert)

Charly Keiser

«Ein Segel für den Pulvertrum»: So titelte die «Neue Zuger Zeitung» im November 2011. Beim Baugesuch, das damals auflag, ging es um ein Sonnensegel, das Thomas Homberger von der städtischen Immobilienabteilung so umschrieb: «Das Segel bringt 60 Prozent Wetterschutz und ist zu 40 Prozent für die Raucher.» Die Eingangstür sei dem Wetter völlig ausgesetzt, verbiege sich und habe deshalb schon mehrmals repariert werden müssen, führte er weiter aus. Auch habe das Schloss witterungsbedingt schon mehrfach geklemmt.

Gegen das Gesuch gab es keine Beschwerden, und trotzdem steht der Eingang des Pulverturms in der Stadt Zug noch heute sprichwörtlich «im Regen». Der Grund, warum das Projekt mit dem Segel nicht realisiert worden ist, liegt an der damaligen Auflage der Denkmalpflege. Nur temporär hätte das Segel nämlich montiert werden dürfen. Ein Umstand, der die Immobilienabteilung dazu bewog, einen Marschhalt einzulegen. Zu hoch wären nämlich die Kosten und zu gross der Aufwand gewesen, das Segel immer und immer wieder anzubringen und abzubauen.

Konzentration auf den Weg

Doch jetzt nimmt die Immobilienabteilung einen neuen Anlauf. Der Grosse Allmächtige und Unüberwindliche Rat von Zug (Gaur), der als Turmwächter für die Vermietung verantwortlich ist, habe erneut den Wunsch für ein Vordach geäussert, erklärt Stadtrat Karl Kobelt und ergänzt: «Ich glaube, jetzt sind wir auf gutem Weg.»

Das Projekt konzentriere sich auf den Weg zum Pulverturm und dessen Überdachung vor dem Tor, schreibt Architekt Albi Nussbaumer in der Baueingabe und dem Kurzbericht. Diese schütze den Besucher vor Regen und Sonne und biete einen nutzbaren, dem Turm vorgelagerten, selbstständigen Raum. «Das ‹Vordach› wird zum Empfangsbereich und ist weniger Gebäude als gefasster Wegraum.» Auf eine Rückverankerung der Dachkonstruktion an den Turm könne verzichtet werden, heisst es weiter. Auf gut Deutsch: Das Vordach ist nicht mit dem Turm verbunden. Und die Holzbohlen der Palisade sollen Dach und Weg optisch verbinden.

«Die Vorgaben der Denkmalpflege sind hoch und der Aufwand darum ebenfalls», erklärt Stadtrat Kobelt. Doch dafür müsse wegen des historischen Gebäudes Verständnis aufgebracht werden, ergänzt er und sagt: «Der Aufwand lohnt sich, weil der Nutzen gesteigert wird.» Es ist nicht nur das Vordach, das zu einer Aufwertung führen soll. Im Plan enthalten ist nämlich als mögliche Option nördlich und just um den Turm ein Blumenrasen sowie südlich eine grosse Wildblumenwiese. So könnte der Pulverturm auch als Ganzes optisch aufgewertet werden.

Noch sechs Tage läuft die Einsprachefrist, und eine Einwendung ist bereits eingegangen. Anfang September werde sich die Stadtbildkommission den Vorbau noch einmal anschauen, und im Oktober hätte der Stadtrat über den Kredit befinden wollen. Dieser beträgt inklusive der Umgebungsarbeiten rund 150 000 Franken, wie Kobelt verrät.

Ausführung erst im Frühling

Für die Bekanntgabe des nächsten Letzibuzäliprinzen am 11. November um 11.11 Uhr wird es mit dem Vordach nicht reichen. Und wie sich die Einsprache auf den Zeitplan auswirkt, ist ungewiss. Kobelt präzisiert: «Wenn alles wie geplant läuft, sollten der Bau des Daches und die Aufwertung der Umgebung im Frühling realisiert werden können.»

Bereits beim Umbau des Pulverturms sei über ein Vordach nachgedacht und gesprochen worden, erklärte Thomas Homberger 2011. Die Aussenrenovation erfolgte 1990, und acht Jahre später segnete der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug das neue Nutzungskonzept ab. Er bewilligte für die Ausgestaltung des mehrgeschossigen Innenraumes einen Kredit von 600 000 Franken. Der untere Teil des Turmes kann darum seit bald 20 Jahren dank der Heizung, der Toiletten und der Lüftung von Vereinen, Gesellschaften, Firmen und Privaten für die Durchführung verschiedenster Anlässe gemietet werden. Dank der Umnutzung hat auch der Ornithologische Verein der Stadt Zug Räume unter dem Dachgeschoss gefunden.

Was bislang fehlte, soll nun nach dem Motto «Was lange währt, ...» folgen. Stadtrat Karl Kobelt zeigt sich zuversichtlich: «Ich bin sicher, dass der Turm dank des Daches für die Besucher an Attraktivität gewinnen wird.»

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