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ZUG: Einsprachen erweisen sich als Glücksfall

Die Bürgergemeinde will zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kredit für das Projekt im Waldheim sprechen. Das kommt dem Bürgerrat recht.
Blick auf ein Gebäude des ehemaligen Altersheims im Waldheim. (Bild: Stefan Kaiser)

Blick auf ein Gebäude des ehemaligen Altersheims im Waldheim. (Bild: Stefan Kaiser)

Harry Ziegler

Zwei Einsprachen gegen das Bauprojekt an der Waldheimstrasse könnten sich als nicht so schwerwiegend erweisen wie befürchtet. Mindestens, was die Bürgergemeinde Zug betrifft. An der letzten Bürgergemeindeversammlung wurde nämlich das Kreditbegehren betreffend den Bau von altersgerechten Wohnungen «Waldheim Zug» sowie Verkauf der Liegenschaft Hofstrasse 12 an den Bürgerrat zurückgewiesen. Im Waldheim sollen insgesamt 48 Alterswohnungen, die die Stiftung Alterszentren zusammen mit der Bürgergemeinde Zug realisieren will, entstehen. Die Bürgergemeinde wollte dafür einen Kredit von 11,75 Millionen Franken. Finanzieren wollte sie diesen mit dem Verkauf der Liegenschaft Hofstrasse 12, in der sich heute eine Kindertagesstätte befindet.

Stadt hat Interesse signalisiert

Wie der Bürgerpräsident Rainer Hager sagt, hätte das Geschäft an der Bürgergemeinde rege Diskussionen ausgelöst. Unter anderem haben sich die Bürger daran gestört, dass die Liegenschaft Hofstrasse 12 hätte verkauft werden sollen. «Verschiedene Votanten haben eine andere Finanzierung angeregt», so Hager. Unter anderem solle man doch die aktuell tiefen Zinsen dazu nutzen. «Dass die Stadt am Tag vor der Bürgergemeinde grosses Interesse am Kauf der Liegenschaft signalisiert hat, hat die Ausgangslage stark verändert», so Hager. «Es ist deshalb momentan das Beste, dass das Geschäft an den Bürgerrat zurückgeht.» Das ermögliche nun eine Neubeurteilung der Situation. Dabei wolle der Bürgerrat natürlich auch die Vorschläge aus der Bürgergemeinde vom 15. Dezember berücksichtigen.

Konkret gehe es nun darum, mehrere Varianten zu prüfen, erklärt der Präsident. «Dabei sind verschiedene Modelle denkbar.» Vorstellbar sei einerseits, dass man die 24 Alterswohnungen, die von der Bürgergemeinde finanziert werden, fremd finanziert. Andererseits sei aber auch weiterhin denkbar, dass man, nun da die Stadt ihr Interesse an der Liegenschaft Hofstrasse 12 signalisiert habe, diese doch zum Verkauf vorschlägt. Dabei ist es aber gemäss Hager wichtig, dass die Nutzung in etwa so bleibe, wie sie heute ist. Das sei sicher machbar, ist der Präsident der Bürgergemeinde überzeugt. Weniger gangbar dürfte gemäss Rainer Hager wohl ein Vorschlag sein, dass die Bürgergemeinde auf der Liegenschaft selber Wohnungen erstellt. «Es ist nicht Aufgabe der Bürgergemeinde, teuren Wohnraum zu erstellen und zur Verfügung zu stellen.»

Zuerst Finanzierung sichern

Für Rainer Hager ist die Rücknahme des Geschäfts zum jetzigen Zeitpunkt korrekt. «Es ist richtig, dass man keinen Projektkredit bewilligt, solange die Finanzierung des Projekts nicht klar ist.» Diese gelte es nun zu klären. «Und das ist ohne Zeitdruck möglich», erklärt der Bürgerpräsident. Hier spielten auch die beiden gegen das Projekt eingegangenen Einsprachen eine Rolle. Wegen der Einsprachen würde das Projekt verzögert. Je nachdem, ob sämtliche Instanzen durchschritten würden, könnte eine solche Verzögerung zeitlich massiv ausfallen.

Ein Einsprecher kritisiert, dass seine Aussicht Richtung Norden – also Richtung Baar – leicht tangiert werde. Er verlangt, bei beiden Gebäuden des Alterszentrums einen Stock weniger zu bauen. Die zweite Einsprache hingegen betrifft das Volumen und die Ausnützung des gesamten Projekts. Sie wurde von acht Unterzeichnenden eingereicht. Die Einsprecher monieren, dass die Ziffer mit einer Ausnützung von 1,09 überschritten werde. Die Einsprecher halten fest, dass dies dem Zwei- beziehungsweise fast Dreifachen der zulässigen Ausnützung in den umliegenden Nachbarzonen entspreche. Das Gebiet weist eine Ziffer von 0,8 bis 1 aus. Das Volumen sei zu gross, eine Redimensionierung nötig.

Zeit für Überarbeitung nutzen

Die beiden Einsprachen gegen das Projekt im Waldheim sind also hängig. Sie ermöglichen allerdings dem Bürgerrat eine detaillierte Abklärung der weiteren Möglichkeiten. Sicher sei, dass man ohne Zeitdruck agieren könne. Wie ein allfälliger Vorschlag des Bürgerrats aussehen werde, konnte Hager noch nicht sagen. «Sicher ist hingegen, dass der Bürgerrat der Bürgergemeinde im Mai des nächsten Jahres eine Lösung präsentieren wird», sagt Bürgerpräsident Rainer Hager.

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