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ZUG: Eintauchen in die Märliwelt

Hexen, Feen, Zauberer und Gaukler waren gestern in der Altstadt unterwegs. Zum 30-Jahr-Jubiläum des Märlisunntigs liessen sich die Organisatoren etwas Neues einfallen.
Julia Truttmann
König Royaldun aus dem Märchenland mit Königin Raina Olaria und Hofstaat. (Bild: Christof Borner Keller / Neue ZZ)

König Royaldun aus dem Märchenland mit Königin Raina Olaria und Hofstaat. (Bild: Christof Borner Keller / Neue ZZ)

Diesen Sonntag lohnte sich ein Spaziergang durch die Zuger Altstadt nicht nur des schönen Wetters wegen. Wo man auch hinschaute, tummelten sich Hexen, Zauberer, Feen, Kobolde, Musikanten, Gaukler und Fakire, die auf Scherben liefen, Feuer spuckten oder sich auf einem Brett voller Nägel schlafen legten. Zum nun 30. Mal fand der Zuger Märlisunntig in der Altstadt statt.

An diesem gesamtschweizerisch einmaligen Anlass können die Kinder Geschichten anhören, Puppenspieler und Stelzenläufer betrachten oder sich mit den verschiedensten Gestalten aus der Märchenwelt fotografieren lassen. Ausserdem lud ein Bereich, der nach dem Motto «1001 Nacht» gestaltet war, zum Versinken in die fremde Kultur ein. So konnte man bei Tee, Nüssen und Datteln gemütlich in der orientalischen Bar zusammensitzen und die wunderschön dekorierten Beduinenzelte bestaunen. Für die kleine Aurelia lag dort gar der Höhepunkt, denn sie konnte sich ein glitzerndes orientalisches Herz auf die Hand malen lassen, auf das sie unheimlich stolz war.

Der Feuerschlucker fasziniert Jung und Alt. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
König Royaldun aus dem Märchenland mit Königin Raina Olaria und Hofstaat (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
König Royaldun aus dem Märchenlan. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
Königin Raina Olaria (rechts) mit Zofe. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
«D' Gerta chund...» Clown-Schau zum Mitmachen im Restaurant Schiff. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
«D' Gerta chund...» Clown-Schau zum Mitmachen im Restaurant Schiff. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
Outdoor Märlistube von Veronika Medici. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
Auf dem Bastel-Schiff. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
16 Bilder

Zuger Märlisunntig

Stadtpräsident Dolfi Müller, Robert Schürch von den Wasserwerken Zug (WWZ) und Peter Fehr, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Arbeit Zug, eröffneten den Märlisunntig um 12.45 Uhr im Beduinenzelt.

Neues Buch erschienen

Seit seiner ersten Durchführung 1984 ist der Zuger Märlisunntig zu einer festen Tradition geworden, die für viele Zuger schwer aus der Adventszeit wegzudenken ist. Zum Jubiläum erwartete der Verein Zuger Märlisunntig rund 10 000 Besucher, die bereit waren, sich verzaubern zu lassen. Für sie gab es dieses Jahr auch einige spezielle Attraktionen zu sehen.

So erschien zum Beispiel das Bilderbuch «D Königin vom Märliland verzellt Gschichte» von Rudi J. Wiser (Text) und Stefano Bäumler (Illustrationen). In diesem ist nachzulesen, wie Royaldun, der König des Märchenlandes, seit nun drei Jahrzehnten Jahr für Jahr die Tore seines wunderschönen Landes zur Stadt Zug hin öffnet und seine ganze Gefolgschaft zu einem eintägigen Besuch mitbringt. Mit von der Partie ist auch stets seine Frau, Königin Raina Olaria. Sie liebt es über alles, am Märlisunntig mit ihm in der Kutsche in der Zuger Altstadt umherzufahren und allerlei zu erleben.

Neben all den Märchenfiguren gab es auch ein umfangreiches musikalisches Programm. So ertönten vom Zytturm stündlich die Fanfarenklänge der Zytturmbläser. Man konnte sich die mit viel Aufwand eingeübten Programme der Tambouren anhören oder sich von den Melodien der Drehorgeln mitreissen lassen. Ausserdem gab der Kinderzirkus Grissini eine eindrückliche Vorstellung, und Jolanda Steiner erzählte im Burgbachsaal vom «Zuggiblubbi», der auf die Weihnachtsbären trifft.

Samichlaus gleich mitgefeiert

Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr den Märchenworkshop: Während die Kinder aus Draht, Papier und Klebeband eigene Märchenfiguren bastelten oder im Streichelzoo mit den Kaninchen und den Meerschweinchen kuschelten, konnten die Eltern durch die vielen Stände schlendern. Wie jedes Jahr gab es auch mehr als 30 verschiedene Theater- und Märchenstuben, die sehr gut besucht waren.

Auch der Samichlaus war mit seiner Truppe aus mehreren Schmutzli mit gefüllten Taschen, die er gerne in die Kinderhände entleerte, in den Gassen unterwegs und zauberte so manchem Kleinen ein breites Lächeln ins Gesicht. Um 17.30 Uhr marschierten die Samichläuse zusammen mit den Märchenfiguren, den Gauklern und allen ande- ren Bewohnern des Märchenlandes und denjenigen, die es gerne werden würden, vom Casino zum Landsgemeindeplatz, um den Märlisunntig auszuläuten.

So schaffte es der Märlisunntig ein weiteres Mal, zahlreiche Kinderaugen zum Strahlen zu bringen und auch die Eltern mit Freude und Glück zu verzaubern. Franziska Hauser, eine Besucherin, sagte begeistert: «Meine Kleine spricht jedes Jahr schon lange im Voraus vom Märlisunntig, und auch danach erzählt sie noch lange allen möglichen Leuten von diesem Tag. Das zeigt ja wohl eindeutig, wie grossartig dieses Erlebnis für die Kinder ist und wie viel Freude man ihnen mit einem Besuch hier bereiten kann!»

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