ZUG: Engagement – und Rosen – für die Frauen

Der internationale Tag der Frau ist dieses Jahr nicht vergessen worden. Sechs Frauen im Alter zwischen 17 und 66 Jahren haben gestern ein Fest für alle, die sich für Frauenthemen interessieren und engagieren, durchgeführt.

Daniela Moser
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Sudem Yavuz (links) und Rania Hafner verteilen Blumen an Frauen und Mädchen. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. März 2017)

Sudem Yavuz (links) und Rania Hafner verteilen Blumen an Frauen und Mädchen. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. März 2017)

Daniela Moser

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Das Programm startete mit dem Verteilen von Blumen an Frauen und Mädchen in der Stadt Zug. Anschliessend wurde im «Lade für Soziokultur» an der Kirchenstrasse 7 zum Apéro riche eingeladen. Und man konnte sich auf eine lehrreiche Plakatausstellung und spannende Gespräche freuen. Denn die Jugendanimation Zug (JAZ) feierte den Frauentag mit einem tollen Programm. «Letztes Jahr wurde leider nichts gemacht», sagte Conny Egger, die das Projekt leitete. «Wir wurden dieses Jahr von verschiedenen Personen darauf angesprochen, dass es schade sei, und gefragt, ob es nicht möglich sei, zu diesem Tag wieder etwas zu veranstalten.» Daraufhin haben sich die sechs erwähnten motivierten Frauen zusammengetan, um ein Programm zu entwickeln.

Starker Teamgeist für schnelle Umsetzung

Die JAZ unterstützte sie dabei, den Event innerhalb von zwei Wochen auf die Beine zu stellen. «Der Teamgeist ist sehr stark, deshalb konnten wir gut innerhalb kürzester Zeit so etwas organisieren – es macht viel Spass», sagte Silvia, die mit 66 Jahren das älteste Mitglied der engagierten Gruppe ist.

Die Inderin Christi und die Spanierin Itziar engagieren sich auch ausserhalb des Frauentags für die Jugendanimation Zug. Das Programm gestern war straff. «Es wurde einiges geplant und organisiert. Neben dem Apéro riche und dem Verteilen von Blumen haben wir Plakate zu bemerkenswerten Frauen gemacht, und es gibt einen Film zu sehen über den diesjährigen ‹Women’s March› in Washington» sagte Silvia. «Das Organisatorenteam, Christi und Gizem, hat für die Plakate Frauen ausgewählt, die bedeutende Veränderungen für Frauen bewegt haben. Wie zum Beispiel Coco Chanel mit der ersten Hose, die gesellschaftsfähig wurde», erklärte Conny. Auf die Frage, ob der 8. März in der Schweiz auch einmal zum nationalen Feiertag wird, antwortete Itziar, dass es eigentlich besser wäre, wenn es keinen Frauentag gäbe. Denn ein Frauentag bedeute, dass die restlichen Tage im Jahr keine Frauentage seien, «und eigentlich sollte jeder Tag Frauentag sein».

Die Jugendanimation Zug plant, den Frauentag vom kommenden Jahr wieder etwas grösser zu machen. Silvia sagte dazu gestern ergänzend: «Wir hoffen, dass bis nächstes Jahr die Rolle der Frau in irgendeiner Weise ein Stück weitergekommen ist, damit wir umso mehr Grund haben zu feiern.»