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ZUG: Er will das Nachtleben beleben

Dogan Erdogan hat aus dem «Fabric Club» wieder die «Lounge and Gallery» gemacht. Damit will er die Zuger «nach Hause» holen.
Samantha Taylor
Dogan Erdogan (28) führt seit August die «Lounge and Gallery». (Bild: Stefan Kaiser)

Dogan Erdogan (28) führt seit August die «Lounge and Gallery». (Bild: Stefan Kaiser)

Samantha Taylor

«Ich weiss, was Zug will und braucht. Das werde ich bieten.» Mit diesen Worten bringt Dogan Erdogan – von Freunden Dogi genannt – auf den Punkt, was er sich für das Zuger Nachtleben vorgenommen hat. Der 28-Jährige hat vor wenigen Wochen den Zuger «Fabric Club» beim Theilerplatz im Siemensareal übernommen. Er ist seither Geschäftsführer, Marketingverantwortlicher, Partyveranstalter und Gastronomiechef in einem. Und sein erster Schritt war quasi einer zurück. Denn aus dem «Fabric» ist wieder die «Lounge and Gallery» – vielen Zuger Partygängern noch besser bekannt als die «LG» geworden. «Der Namenswechsel vor x Jahren zum ‹Fabric› war ein Fehler», ist Dogan Erdogan überzeugt. Damit habe der Club viel von seiner Identität verloren. «Es war auch ein Rettungsversuch, weil es zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr so gut lief», so Erdogan weiter. Richtig funktioniert habe aber auch das nicht. «Der Club ist immer die LG geblieben, ich kenne eigentlich kaum jemanden, der ‹Fabric› gesagt hat.»

Doch diese Zeiten seien jetzt ohnehin vorbei, und der junge Unternehmer will sie hinter sich lassen. «Ich will den Club wieder zu dem machen, was er früher einmal war: ein Ort, an dem sich Zuger treffen, gemeinsam Zeit verbringen, Spass haben und das Nachleben geniessen. Das hat in Zug in den letzten Jahren gefehlt», findet Erdogan.

Für ein breites Publikum

Sein Ziel erreichen will Erdogan mit einem einfachen Konzept, wie er sagt. «Wir wollen bodenständig und sympathisch rüberkommen und damit ein breites Publikum ansprechen.» Musikalisch heisst das, dass vor allem am Samstagabend viel Eingängiges zu hören sein wird. «Wir setzen da auf Charts, Blackmusic und leichten House. Vorgesehen ist auch, dass wir da ab und an mal bestimmte Motto-Partys veranstalten», erzählt der Zuger. Am Freitag soll es dann etwas experimenteller werden. «Da werden wir beispielsweise mal eine Bravo-Hits-Party, einen Schlagerabend oder eine Deep-House-Party veranstalten. Ich habe da noch einige Ideen», erzählt der 28-Jährige. Geöffnet sein wird der Club vorerst am Freitag und Samstag jeweils ab 23 Uhr. Zutritt erhalten Gäste ab 18 Jahren. Selbstverständlich sind Gäste jeder Altersgruppe willkommen. Kleidervorschriften gibt es keine. «Jeder kann so kommen, wie er sich wohl fühlt, mit Hemd, in kurzen Hosen oder im Anzug. Wir sind ganz unkompliziert», sagt Erdogan. Das Nachtleben war für Dogan Erdogan, der eigentlich Buchhalter ist, erst nur ein Hobby. «Ich habe vor einigen Jahren damit angefangen, nebenbei Partys zu veranstalten», erzählt er. Mit seinem Label «Miau» hat er schon damals hin und wieder in der früheren Lounge und Gallery Feste gegeben. Immer häufiger organisierte er jedoch grosse Events im Luzerner «Casineum». Vor rund drei Jahren bekam er dann ein Angebot, das «Loft» in Luzern zu übernehmen. «Ich war damals skeptisch, ob ich mein Leben voll und ganz dem Nachtleben widmen möchte. Aber es war ein guter Entscheid.»

Gelungener Start

Zweieinhalb Jahre hat Dogan Erdogan das Luzerner «Loft» geführt. Anschliessend arbeitete er während eines halben Jahres wieder als Buchhalter. Dann kam die Anfrage vom Zuger Club. Erst ging es einfach darum, ob Erdogan dort wieder seine Partys veranstalten wolle. «Und plötzlich ging es darum, ob ich das Lokal führen würde», erzählt der Zuger. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Denn das Angebot sei eine mindestens so grosse Chance wie Herausforderung. Am Ende habe es ihn aber schlicht gereizt, sich dieser schwierigen Situation zu stellen. «Ich habe beschlossen, die Zuger Partygänger wieder nach Hause zu holen. Und ich hoffe nun, dass mir das gelingt», sagt Erdogan – und man spürt, wie motiviert er ist.

Offiziell gestartet hat die neue alte «Lounge and Gallery» am 20. August mit der Party des Zug Sports Festival. «Das lief super. Wir hatten rund 600 Gäste an einem Abend. Wir wurden fast etwas überrollt», sagt Erdogan und schmunzelt. Es sei bis in die frühen Morgenstunden gefeiert worden. «Und am Ende wurden wir mit Applaus verabschiedet», freut sich der junge Unternehmer. Seither war die LG jeweils freitags und samstags geöffnet, und auch das lief nicht schlecht. «Es hat sich langsam rumgesprochen, dass wir wieder da sind. Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck am Programm der nächsten Wochen. Immerhin steht jetzt die Klubsaison vor der Tür», sagt Erdogan und schmunzelt.

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