Zug erweitert Schulanlage Herti

Die Stadt Zug wächst in den Westen. Und deshalb wird der Platz in den Schulhäusern knapp. Der Stadtrat will nun handeln.

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Bietet provisorisch bereits jetzt mehr Platz für Schüler: die Schulanlage Herti in der Stadt Zug. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Bietet provisorisch bereits jetzt mehr Platz für Schüler: die Schulanlage Herti in der Stadt Zug. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Kanton Zug wird bis 2030 weiter wachsen. Wenn es nach dem Willen der Regierung geht, dann allerdings abgebremst. Vor allem Cham, Risch, Baar und die Stadt Zug werden weiter zulegen. So sieht es zumindest der nun öffentlich aufliegende Richtplan vor.

Und das bedeutet für diese Gemeinden, dass sie ihre Infrastruktur den Bedürfnissen anpassen müssen. Vor allem auch den Schulraum. «Ingesamt», so sagt Stadträtin Vroni Straub, «verfügen wir über das ganze Stadtgebiet betrachtet für die insgesamt 1992 Schülerinnen und Schüler über genügend Schulraum.»

Weil der Stadtrat 2003 aber beschlossen habe, die Stadt in vier Schulkreise (Zentrum, West, Guthirt und Oberwil) aufzuteilen, müsse die Entwicklung in jedem Quartier individuell betrachtet werden.

Und da habe die Schulraumplanung bis 2020 ergeben, «dass wir vor allem im Westen stark wachsen». Da bestehe nun Handlungsbedarf. In der Tat sind die Schülerzahlen in den letzten sechs Jahren stark angestiegen. Von 253 im Jahre 2006 auf 402 in diesem Jahr.

Deshalb steht für Vroni Straub fest: «Bis 2017 brauchen wir im Westen neuen Schulraum.» Das heisst: Die Schulanlage Herti muss für die Primarschule und den Kindergarten ausgebaut werden.

Für bestehende Schulkreise

Provisorisch hat die Stadt Zug in der Herti zwei Pavillons mit insgesamt acht Klassenräumen erstellt. «Doch voraussichtlich im Schuljahr 2014/2015 wird auch das letzte, jetzt noch leer stehende Klassenzimmer belegt sein», erklärt Stadträtin Vroni Straub.

Deshalb will sie die entsprechende Vorlage noch in diesem Jahr vom Stadtrat verabschieden lassen, um dann im Frühling die Debatte im Grossen Gemeinderat führen zu können. Vrony Straub: «Ich bin zuversichtlich, dass die Gemeinderäte den Sinn einsehen.» Unter allen Umständen verhindern will sie, dass der Gemeinderat aus Spargründen die Schulkreise verändern könnte.

Dass dann Schulbusse die Kinder in der Stadt herumchauffieren müssten, dafür hätte sie kein Verständnis. Bereits vor zehn Jahren haben Pläne bestanden, die Schulanlage in der Herti auszubauen. Doch weil dann die Heilpädagogische Schule in der Maria Opferung untergebracht werden konnte, ist der Ausbau trotz Projektierung bis auf weiteres sistiert worden.

Loreto hat genügend Platz

Keine Platznot besteht im Oberstufenschulhaus Loreto. Die Schülerzahlen sind in den letzten Jahren gesunken – von 447 (2005) auf 341 (2012). Vroni Straub: «Wir können rund 100 Schülerinnen und Schüler problemlos noch unterbringen.» Dazu komme, dass ein Pavillon in der Nähe sei. Und auf diesem Platz könnte man, so Straub, bei Bedarf jederzeit einen Modulbau hinstellen. Nur, einen Anstieg der Schülerzahl erwartet sie in den nächsten Jahren nicht. Vor allem auch, weil immer mehr ins Langzeitgymnasium wechselten.

Freddy Trütsch