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ZUG: Etter Söhne AG als Brenner des Jahres ausgezeichnet

Die Etter Söhne AG ist an der nationalen Edelbrandprämierung als Brenner des Jahres ausgezeichnet worden. Dies auch dank ihrer zwei Brennmeister, die vier Destillate gebrannt haben, die mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden.
Charly Keiser
Die beiden Brennmeister Urs Wiss (links) und Tobias Hauser kontrollieren einen Kirschbrand. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 21. September 2017))

Die beiden Brennmeister Urs Wiss (links) und Tobias Hauser kontrollieren einen Kirschbrand. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 21. September 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Langsam rinnt das Kirschdestillat in Richtung Behälter, in den der sogenannte Herzlauf fliesst. Der Vorlauf werde für die edlen Destillate nicht verwendet, sagt Brennmeister Tobias Hauser und ergänzt: «Das betrifft etwa die ersten zwei Liter.» Auch der Nachlauf werde bei der Destillerie Etter nicht für die edlen Brände gebraucht, ergänzt er.

Hauser hat Getränketechnologe bei der Ofa in Affoltern am Albis gelernt. Nach dem Aus der Firma konnte er bei der Fremo in Muri seine Lehre beenden. Hans Etter, der Seniorchef der gleichnamigen Firma, habe ihn damals angesprochen, ob er bei ihnen als Brennmeister arbeiten wolle, weil der aktuelle Brennmeister bald pensioniert werde. «Ich habe zugesagt und bin vom alten Brennmeister während zweier Jahre eingearbeitet worden», erzählt Hauser. «Das war wie eine zweite Lehre. Zwar habe ich für diese Ausbildung kein Diplom bekommen, aber bei Etter zu arbeiten, ist mehr wert als jedes Stück Papier.»

Vom Allrounder zum Brennmeister

Urs Wiss heisst der zweite Brennmeister der Etter Söhne AG, die jeder in Zug als «Etter-Kirsch» kennt. Wiss hat Confiseur gelernt und sich vor acht Jahren auf eine Stellenanzeige der Firma ­Etter «für einen Allrounder» ­gemeldet, wie er erzählt. Seither gehört er zum Team. Auch Wiss konnte das Brennen von der Pike auf lernen. Man habe ihm damals gesagt, er solle dem Brennmeister über die Schultern schauen, erzählt er und meint: «Es ist eine grosse Ehre und Bürde, bei der Firma Etter Söhne AG als Brennmeister zu arbeiten.»

Die beiden Brennmeister sind seit letzter Woche besonders stolz. Denn ihr Anteil am Titel Brenner des Jahres, den die Etter Söhne AG gewonnen hat, ist gross. «Die beiden ergänzen sich top», sagt Geschäftsleiter Gab­riel Galliker-Etter, der zusammen mit seiner Frau Eveline und Schwiegervater Hans Etter jeden Brand degustiert und kontrolliert, bevor er abgefüllt wird. «Wir sind ISO-zertifiziert, und alle Rezepturen unserer Brände sind hinterlegt», antwortet er auf die Frage, wie das genaue Brennprozedere garantiert werden könne.

«Etter Kirsch ist sozusagen eine positive Altlast»

Sie hätten das Glück, mit dem Etter-Kirsch ein topbekanntes Markenprodukt zu besitzen, erklärt Galliker. «Etter-Kirsch ist sozusagen eine positive Altlast.» Kirsch sei das wichtigste Produkt, betont er und sagt: «Aber Kirsch ist nicht gleich Kirsch.» Primus sei der klassische Kirsch, gefolgt vom Vieille-Kirsch, dem Weichselkirsch und dem Wildkirsch. «Auf den Kirsch folgen die Williams-Brände und dann der Vieille-Prune Barrique.»

Der Erfolg sei vor allem auch eine Teamleistung, betont Hauser, und es brauche auch wirklich gute Früchte, um einen Spitzenbrand herstellen zu können. Und genau solche Brände wollen Brenner und Chefs auch in Zukunft produzieren, wie sie unisono sagen. «Wir verändern nichts, wollen primär unsere Qualität halten und suchen stetig nach Verbesserungen», ergänzt Galliker. «Es wäre natürlich toll, wenn wir in zwei Jahren wieder mindestens vier Goldmedaillen gewinnen und erneut Brenner des Jahres werden.»

Hinweis

Am 11. November findet der Nationale Brennertag statt. Alle Infos unter: www.die-schweiz-brennt.ch

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