ZUG: EU fördert innovative Impfstoff-Entwicklung

Das in Zug anssässige biopharmazeutische Unternehmen AmVac AG erhält von der EU zwei Förderbeiträge für de Entwicklung innovativer Impfstoffe. Die Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 6 Millionen Euro.

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Ein Kind wird von einem Arzt geimpft (Symbolbild). (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Ein Kind wird von einem Arzt geimpft (Symbolbild). (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Die EU hat die Förderanträge im Rahmen ihres 7. Rahmenprogramms (FP7) bewilligt. Ziel ist die Entwicklung innovativer Impfstoffe, zum einen gegen Grippe – zum anderen gegen Leishmaniose, eine Parasitenerkrankung. AmVac hat die Projekte zusammen mit weiteren europäischen Unternehmen und Forschungsgruppen initiiert, die besondere Expertise im Bereich der Impfstoffentwicklung besitzen. Innerhalb des Förderzeitraums sollen die beiden Projekte die erste Phase klinischer Studien abschließen.

Universeller Grippeimpfstoff

Im Rahmen des ersten Projekts wollen die Partner einen universellen Grippeimpfstoff entwickeln, der über mehrere Jahre hinweg eingesetzt werden kann. Herkömmliche Grippeimpfstoffe richten sich gegen hochvariable Strukturen auf der Virusoberfläche und müssen deshalb jedes Jahr angepasst und neu hergestellt werden. Der neue Impfstoff zielt hingegen auf interne Strukturen, die über verschiedene Virusstämme und lange Zeiträume hinweg weitgehend stabil sind. AmVac wird den Impfstoff mitentwickeln. Außerdem wird AmVac den Aufbau eines Produktionsprozesses unterstützen, der den internationalen Standards entspricht.

Reisende vor Sandmücken schützen

Das zweite Projekt dient der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Leishmaniose. Die Infektionskrankheit wird von Sandmücken übertragen und kommt in erster Linie in den Tropen, Subtropen und südlichen Ländern Europas vor. Bislang gibt es keine Impfung. Ein erstmals verfügbarer Impfstoff könnte nicht nur die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten, sondern auch Reisende schützen.

Für Fördermittel, die im Rahmen des FP7-Programms vergeben werden, müssen kleine und mittelständige Unternehmen wie die AmVac AG zusätzlich 25% der Kosten aus eigenen finanziellen Mittel bereitstellen.

sda/nop