ZUG: EVZ-Fans ist diese Treppe nicht geheuer

Die Treppe auf dem Weg in die Bossard-Arena sei zu schmal und zu dunkel, finden Match-Besucher. Die Stadt ist bereits aktiv geworden.

Samantha Taylor
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Nach den Spielen benutzen Hunderte von Fans diesen Übergang. (Bild Werner Schelbert)

Nach den Spielen benutzen Hunderte von Fans diesen Übergang. (Bild Werner Schelbert)

«Es ist ein echtes Glück, dass es dort noch keinen Unfall gegeben hat», sagt Giangi Galeazzi. Der Mettmenstetter ist ein grosser Fan des EV Zug und besucht regelmässig die Spiele der Mannschaft in der Bossard-Arena. Dabei ist Galeazzi alles andere als glücklich über den Weg, den er zum Stadion zurücklegen muss. Konkret geht es um die Treppe im Bereich des Kaufmännischen Bildungszentrums. «Um vom grossen Parkplatz an der Aabachstrasse zum Stadion zu gelangen, müssen jedes Mal Hunderte Fans eine schmale Treppe rauf und runter», führt der EVZ-Fan aus. Und dieser Abschnitt sei ein ziemlicher Gefahrenpunkt. Das Problem: Die Treppe sei äusserst schlecht beleuchtet. «Vor allem auf der Seite zum Parkplatz sieht man nachts praktisch nichts.» Ausserdem sei die Treppe im Winter oder bei Nässe auch oft rutschig, so Galeazzi weiter.

Zu schmal

Neben dem Licht bemängelt der EVZ-Fan aber auch die grundsätzliche Kon­struktion des Übergangs beim ehemaligen Bahndamm Schleife. Die Treppe sei zu schmal und könne die Masse nicht gut lenken, findet er. Zu spüren bekomme man das vor allem nach den Spielen. Die EVZ-Fans würden zwar auch vom Parkplatz her über die Treppe in den Heimsektor geleitet. Vor den Spielen verteile sich die Masse allerdings deutlich besser, da nicht alle Fans gleichzeitig anreisen. «Kritischer wird es hingegen nach dem Match, wenn alle Leute praktisch gleichzeitig aus dem Stadion strömen und auf den Parkplatz wollen», führt Galeazzi aus. In diesen Fällen komme es auch immer mal wieder zu «Stau» im Bereich der Treppe.

«Sollte es dort mal zu einer Panik oder zu einem Gedränge kommen, kann das ziemlich gefährlich werden. Das habe ich mir schon einige Male gedacht. Die Treppe wirkt nämlich wie ein Flaschenhals.» Der Übergang sei auch immer wieder Thema unter den Fans. Galeazzi: «Man hört auf dem Weg zur Halle oder von der Halle weg immer wieder Kommentare dazu. Viele Fans finden den Weg nicht ideal.»

Beleuchtung soll verbessert werden

Weil sich der Mettmenstetter schon einige Male über den Übergang geärgert hat, hat er inzwischen Kontakt mit dem EV Zug und der Stadt aufgenommen. Wie Bauchef André Wicki nun erklärt, sei das Problem erkannt und bei der Treppe auch schon eine Begehung durchgeführt worden. Dabei betont ­Wicki, dass die Situation bereits beim Bau der Bossard-Arena auf der Seite Eishalle verbessert wurde. «Bei der erneuten Begehung hat sich gezeigt, dass das Licht auf der Seite des Parkplatzes des Kantons verbessert werden kann zu Gunsten einer erhöhten Sicherheit.» Der Ball liege nun beim Kanton als Landeigentümer und den Wasserwerken Zug als Konzessionsnehmer für öffentliche Beleuchtungen. Sie suchen derzeit nach einer angemessenen Lösung. Aus welchem Grund das Problem nicht schon früher behoben oder die Treppe gar anders konstruiert wurde, erklärt der Bauchef mit den veränderten Umständen. Der Fussweg sei erst mit dem Bau des Parkplatzes bei der Berufsschule gewünscht worden. «Dannzumal ist man von einem sehr untergeordneten Weg ausgegangen, da der Parkplatz nicht für die Sportanlagen gedacht war. Die Beleuchtung war zu dem Zeitpunkt kein Thema, weil es sich eher um einen ‹Schleichweg› handelte.» Allerdings, so betont Wicki, sei der Übergang aus Sicht der Stadt kein grosser Gefahrenpunkt. «Bis anhin sind auch noch keine Unfälle gemeldet worden.»

Bis wann mit einer Lösung in Bezug auf die Beleuchtung zu rechnen ist, kann man seitens der Stadt noch nicht genau sagen. André Wicki geht jedoch davon aus, dass bald eine Einigung gefunden werde. «So dass die Beleuchtung möglichst in den nächsten Monaten ergänzt wird.»