ZUG: Exotisches zieht durch die Strassen

Der Schüler- und Kinderumzug sorgte für einen bunten Nachmittag in der Stadt – und zog viele Zuschauer an.

Samantha Taylor
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Rund 30 Nummern zogen gestern Nachmittag am Kinder- und Schülerumzug vom Kolinplatz über den Postplatz bis zum Bundesplatz, wo anschliessend die Konfettischlacht wartete. (Bilder Stefan Kaiser)

Rund 30 Nummern zogen gestern Nachmittag am Kinder- und Schülerumzug vom Kolinplatz über den Postplatz bis zum Bundesplatz, wo anschliessend die Konfettischlacht wartete. (Bilder Stefan Kaiser)

Samantha Taylor

Wer sich gestern Nachmittag in die Stadt Zug begab, der vergass ob all dem bunten Treiben schnell das kalte graue Februarwetter. Denn man fand sich inmitten von farbigen und frischen Gestalten wieder. Anzutreffen waren unter den zahlreichen Zuschauern am Strassenrand gfürchige Piraten mit ihren Papageien, stolze Indianer mit Federschmuck, hübsch gekleidete Prinzessinnen, tapfere Ritter, gruslige Hexen, abenteuerlustige Cowboys, lustige Schlümpfe und der eine oder andere mutige Spiderman. Die Luft voller Konfetti. Und alle blickten sie um 14.30 Uhr gebannt dem Kolinplatz entgegen, von wo aus die Guggenmusik Figorowa den Auftakt des Kinder- und Schülerumzugs der Stadt Zug machte. Dieser umfasste insgesamt 30 Nummern und zog gestern Nachmittag durch die Innenstadt. Mit dabei waren in diesem Jahr auch die Stadtschulen. Und diese hatten sich einiges einfallen lassen. So spazierte eine ganze Reihe «Glück» an den Zuschauern vorbei, dies in Form von Kaminfegern, Schweinchen und vierblättrigen Kleeblättern. Bunte «Sugus» musizierten, und das Schulhaus Kirchmatt lud unter dem Motto «Kirchmatt goes international» zu einer Weltreise von Brasilien über Italien, Frankreich bis zu den Drachen nach China. Zwischen all den Nummern gab es immer wieder Musik von diversen Guggen.

Sowohl die kleinen wie auch die grossen Zuschauer zeigten sich von dem Treiben auf den Strassen begeistert. «Hier ist wirklich für alle etwas dabei, und trotzdem ist der Umzug übersichtlich», sagt Conny Caplazi, die seit rund drei Jahren mit ihren Kindern von Auw nach Zug an die Fasnacht kommt. Auch ihr Sohn Julian, der sich als Dinosaurier verkleidet hat, hat Spass am Umzug. «Mir gefallen all die Verkleidungen», sagt der Achtjährige. Der Baarer Christian Sägesser hat für den Kinderumzug sogar die «Räbehochburg» verlassen. «In Baar laufen am Montag leider keine Schulen mit, da wird es etwas ruhiger als hier», sagt er. Und die kleine Lou (5), die sich als Hexe verkleidet hat, findet: «Die Konfetti und die Kostüme sind super.» Von ersterem sollte sie im Anschluss an den Umzug noch reichlich bekommen. Auf dem Bundesplatz fand nämlich auch gestern wieder die traditionelle Konfettischlacht statt.