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ZUG: Fast 400 Unterschriften für einen Quartiertreff

In westlichen Stadtquartieren fehle es an Raum für den Austausch. Das findet der Quartierverein Westwind. Darum will er, dass im Kleinschulhaus in der Riedmatt ein Treffpunkt für die Bewohner entsteht.
Samantha Taylor
Hier soll ein Quartiertreffpunkt entstehen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 15. Januar 2018))

Hier soll ein Quartiertreffpunkt entstehen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 15. Januar 2018))

Wir sind mit unserem Anliegen auf viele offene Ohren gestossen. Es ist ein echtes Bedürfnis», sagt Thomas Warnecke von Quartierverein Westwind. Warnecke war in den letzten sechs Wochen zusammen mit anderen Mitgliedern des Vereins und Bewohnern der Quartiere im Zuger Westen unterwegs und hat Unterschriften für einen Treffpunkt für die Quar­tiere Riedmatt, Riedpark, Ammannsmatt und Rank gesammelt. 380 Unterschriften sind für die Petition zusammengekommen, am Samstag, 13. Januar, wurde sie der Stadt übergeben.

Warnecke und seine Mitstreiter möchten, dass im Kleinschulhaus Riedmatt ein Raum für den Quartiertreff umgenutzt wird. Möglich soll dies dank des Erweiterungsbaus des Primarschulhauses Riedmatt werden. Der Kindergarten, der sich heute im Kleinschulhaus befindet, wird in diesen Bau umziehen. Der Umzug erfolgt 2020. «Das ist eine einmalige Gelegenheit. Wenn wir diese nicht nutzen, dann gibt es in dem Gebiet wohl kaum mehr Möglichkeiten für eine solche Nutzung», ist Warnecke überzeugt.

Quartierverein will buntes Programm anbieten

Die öffentliche Infrastruktur in den Quartieren sei knapp, so Warnecke. Zwar gebe es Spielplätze und Möglichkeiten rund um das Schulhaus. Habe man aber keine schulpflichtigen Kinder mehr, oder wolle man sich drinnen treffen, dann fehle es an Möglichkeiten. «Das ist schade, vor allem in einem Gebiet, das so gewachsen ist wie die Riedmatt und ihre Umgebung», sagt Warnecke und erwähnt, dass heute rund 3000 Bewohner dort wohnen.

Der Quartiertreff soll ein Ort für alle werden. Im Fokus stehen aber vor allem auch ältere Personen und Zuzüger, die über ein kleines Umfeld verfügen. «Wir wollen auch etwas gegen die Anonymisierung tun», erklärt Warnecke. Vorgesehen sei, dass mindestens einmal im Monat eine Veranstaltung dort stattfinde. «Wir können uns ein sehr buntes Programm von Spieleabenden über Polittalks bis hin zu Integrationsveranstaltungen vorstellen», sagt Warnecke. Ausserdem soll der Raum auch für private Feiern gemietet werden können. Zum Vorbild hat sich der Quartierverein den Treffpunkt im Guthirt genommen. Dort wird die Infrastruktur von der Stadt zur Verfügung gestellt und der Treff vom Quartierverein betrieben.

Warnecke hofft, dass die Unterschriften Druck aufbauen. Denn die SVP hat im Frühling 2017 eine Motion eingereicht, in der sie verlangt, dass das Quartierschulhaus ausschliesslich für die Freizeitbetreuung genutzt wird. Die Motion wurde vom Grossen Gemeinderat an den Stadtrat überwiesen. Laut Bildungschefin Vroni Straub-Müller wird der Stadtrat die Motion im Februar oder März behandeln. Straub will zwar nicht vorgreifen, lässt aber durchblicken, dass der Stadtrat eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber eines Treffpunktes hat. «Es ist im Quartier ein grosses Bedürfnis. Das hat sich auch im Rahmen verschiedener Befragungen gezeigt.» Mit dem Quartiertreff Guthirt habe man ausserdem bisher gute Erfahrungen gemacht.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

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