ZUG: Fischer kann Bootshütten wieder aufbauen

Ein Brand hat die Existenzgrundlage des stadtbekannten Berufsfischers Emil Speck zerstört. Nun erteilt der Zuger Stadtrat grünes Licht zum Wiederaufbau der Bootshütten.

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Am Tag nach dem Brand sind Brandermittler vor Ort. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Am Tag nach dem Brand sind Brandermittler vor Ort. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Nach dem Brand der Bootshäuser bei der Männerbadi in der Nacht vom 19. April dieses Jahres reichte Emil Speck ein Gesuch um Wiederaufbau der abgebrannten Holzbauten ein. Speck möchte an derselben Stelle ein Lager und drei Hütten für Schiffe bauen. Das Projekt entspricht im Wesentlichen den ursprünglichen Gebäuden.

Der Stand Up Paddle Surf Club Zug hatte gegen den Wiederaufbau Einsprache erhoben. Der Club störte sich am Fischgestank, insbesondere in den Sommermonaten. Zudem stellte er die Notwendigkeit der Bootshütten in Frage.

Nun wurde die Einsprache gegen das Projekt zurückgezogen, teilt die Stadt Zug am Dienstagabend mit. Während des Baubewilligungsverfahrens zeichnete sich ab, dass im Zuge der Realisierung der Bauten auch die Ufermauer saniert werden muss. Ebenfalls sind neue Pfählungen für die Bootshütten nötig. Deshalb hat die Bauherrschaft das ursprüngliche Gesuch entsprechend ergänzt.

An der Sitzung vom 1. Oktober hat der Stadtrat für den Wiederaufbau der Bootshäuser inklusive Pfählung und Ufersanierung grünes Licht gegeben – unter Einschluss der kantonalen Stellen.

Die Bootshäuser am Rande des Zugersees sind in der Nacht auf den 19. April niedergebrannt. Allein die Bauten aus dem späten 19. Jahrhundert hatten einen Wert von rund 260'000 Franken. Gegenüber unserer Zeitung hatte Fischer Emil Speck den Verdacht geäussert, es könnte sich um Brandstiftung handeln. Doch
diesen Verdacht kann die Polizei nicht bestätigen. «Die Ermittlungen haben bisher nichts ergeben. Es muss davon ausgegangen werden, dass wir die Brandursache nie klären können», sagte Polizeisprecher Marcel Schlatter Ende Juni.

rem/clg

Die Einsatzkräfte der FFZ treffen am Brandplatz ein. (Bild: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ))
8 Bilder
Löschangriff ab dem Ölwehrboot (Bild: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ))
Das Feuer ist weitherum zu sehen. (Bild: Charly Keiser / Neue ZZ)
Löschangriff mit Wasserwerfer ab Hubrettungsfahrzeug (Bild: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ))
Verletzt wurde niemand. (Bild: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ))
Die Feuerwehr bekämpft die Glutnester. (Bild: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ))
Nach dem Brand: Nur noch verkohltes Holz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Brandermittler bei der Arbeit. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Einsatzkräfte der FFZ treffen am Brandplatz ein. (Bild: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ))