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ZUG: Flohmarktfieber im Kleinformat

Der «Flöhmchen» ist der erste Flohmarkt, der im Paettern Lightup Atelier am Bahnhof durchgeführt wird. Er bringt erstaunlich vieles auf erstaunlich wenig Raum zusammen.
Romana Lischer (links) und Ariane Landtwing haben direkt beim Zuger Bahnhof den ersten Flohmarkt im Kleinformat organisiert. (Bild: Stefan Kaiser (24. Februar 2018))

Romana Lischer (links) und Ariane Landtwing haben direkt beim Zuger Bahnhof den ersten Flohmarkt im Kleinformat organisiert. (Bild: Stefan Kaiser (24. Februar 2018))

Das Paettern Lightup Atelier am Zuger Bahnhof beherbergte am vergangenen Samstag das erste Mal einen Flohmarkt, den «Flöhmchen». Dieser bot Flohmarktfieber auf engstem Raum. Fünf Stände boten abgelegte Kleider, Nippes und Bücher an, die ihren Besitzer bereits lange genug begleitet hatten. Gut versorgt mit Prosecco und Kaffee entwickelt sich in dem kleinen Mikrokosmos am Bahnhofsplatz im Laufe des Morgens eine familiäre Stimmung. An Umsatz­zahlen denkt hier niemand. «Wir gehen einerseits beide gerne an Flohmärkte und möchten ausserdem hier in Zug dazu beitragen, dass die Stadt lebendig bleibt», erzählt Ariane Landtwing. Zusammen mit Romana Lischer hat sie den Flohmarkt organisiert und betreibt auch selber einen der Stände.

«Wir lieben einfach dieses Markttreiben, die Einzigartigkeit der angebotenen Stücke, das Jagdfieber nach dem kleinen Schatz, der hier bestimmt noch irgendwo versteckt ist», sagt ­Lischer. Die Massenware von der Stange findet ihren Weg zwar auch in den Secondhandhandel, doch, was hier ankommt, hat schon «gelebt», bringt Tiefe und Charakter mit, meinen die beiden. Wenn alles gut läuft, soll der Markt zum festen Bestandteil des Programms im Paettern werden. Der nächste Markttag ist bereits für den 9. Juni geplant. Über Besitzer eines überfüllten Dachbodens, die gerne einen Stand betreiben möchten, freuen sich die beiden Veranstalterinnen.

«Zug braucht spielfreudige Eigeninitiative»

Den Standbetreibern geht es in erster Linie darum, ihren einst geliebten Stücken ein zweites Leben zu geben. «Ich fände es wirklich schade, diese Dinge wegzuwerfen. Da gebe ich sie lieber jemandem gratis mit, wenn er sie noch brauchen kann», sagt Walter Burkart. Sein Motto lautet: Reduce, Re-Use, Recycle, also reduzieren, wiederbrauchen und rezyklieren. Für all jene, die ihren ökologischen Fussabdruck etwas schmälern und erst noch günstig einkaufen möchten, ist der Stand von Walter Burkarts genau das Richtige. In seinem Sortiment führt er unter anderem alte Uhren, Jacken, Handschuhe, Manschettenknöpfe und Trinkflaschen. Für ihn ist es das erste Mal, dass er einen Flohmarktstand betreibt. Leider lief das Geschäft bisher noch nicht so richtig an. Seit 9 Uhr sind der Flohmarkt und die Bar eröffnet. «Samstags braucht aber immer alles etwas länger, bis es ins Rollen kommt», sagt Ariane Landtwing und ist frohen Mutes, dass am Nachmittag noch mehr Besucher ihren Weg ins Paettern finden werden.

Bis 5 Uhr nachmittags wird am Flöhmchen noch gefeilscht. «Uns ist es wichtig, auch mal etwas zu wagen, etwas auszuprobieren. Zug braucht spielfreudige Eigeninitiative. Wenn Leute sagen, hier in Zug sei nichts los, und dann aber selber nichts starten, finde ich das schade», sagt Ariane Landtwing.

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

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