ZUG: Für die Open Expo haben sich alle fein rausgeputzt

Die 17. Ausgabe der Zuger Open Expo brachte 350 Kühe, Kälber und Pferde auf das Stierenmarktareal – für ein tierisches Schaulaufen.

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Der Unterägerer Samuel Niederberger ist mit seinem Kalb zum Wettbewerb angetreten. (Bild Roger Zbinden)

Der Unterägerer Samuel Niederberger ist mit seinem Kalb zum Wettbewerb angetreten. (Bild Roger Zbinden)

Samuel Niederberger aus Unterägeri beim Kalberwettbewerb. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
15 Bilder
350 Kühe, Kälber und Pferde wurden vorgeführt. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Rahel Bachmann mit Eira beim Geschicklichkeitparcours. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Die Kühe werden nach dem Wettbewerb nach drausssen gebracht. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Gemütliches Beisammensein auf dem Stierenmarktareal. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Zuschauer trotzen dem Schnee- und Graupelschauer. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Ein Prachtstier (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Gute Laune bei den Züchtern. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Die Kälber werden von den Kindern für den Wettbewerb vorbereitet. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Zwei Mädchen führen ein Kalb vor. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Bereit für die Präsentation. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Die Kühe werden vor dem Wettbewerb nach drinnen gebracht. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Auch das Fernsehen macht Aufnahmen. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Samuel Niederberger aus Unterägeri beim Wettbewerb. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Ross und Reiter beim Parcours. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)

Samuel Niederberger aus Unterägeri beim Kalberwettbewerb. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)

Der englisch angehauchte Name der Veranstaltung steht für etwas Urschweizerisches, nämlich die Rinderzucht, die Auswanderer bekanntlich auch in Amerika weiterführten. Von dort kam dann auch die Idee, Rinder nach ihrem Äusseren zu bewerten, zurück zu uns. Auch Bezeichnungen wie Miss Protein oder Miss Zuger Open Expo verweisen auf die allseits bekannten Schönheitswettbewerbe beim Homo sapiens. Und gleich wie bei den Missen oder Mistern werden die Tiere gestylt und für den Auftritt präpariert. So auch am Samstag auf dem Zuger Stierenmarktareal bei der Zuger Open Expo 2015. Insgesamt 350 Kühe, Kälber und Pferde waren auf dem Areal zu sehen. Neben dem Äusseren fliessen bei diesem Wettbewerb jedoch auch Kriterien wie Milchleistung, Fruchtbarkeit oder Fitness der Kuh in die Beurteilung ein. Vorgenommen werden diese von Fachleuten aus dem Verband, in diesem Fall vom Verband zugerischer Viehzuchtgenossenschaften.

Für Nachwuchs ist gesorgt

Zur offiziellen Rangierung wurden die Kühe in den mit Sägemehl ausgelegten Ring geführt, wo eine Jury vor versammeltem Publikum den Entscheid fällte und auch begründete. Sie hätten klare Vorgaben für die Beurteilung, sagte dazu Stefan Hodel, der als Chefrichter amtete. Er widersprach dem Vorwurf, es handle sich um eine Prozedur, die dem Tier nicht entspreche. «Ein gewisses Lauftraining ist allerdings unabdingbar, damit die Kühe sich in der ungewohnten Situation ruhig verhalten», so Hodel. Das zeigte sich bei den Kälbern, die sich widerspenstiger gebärdeten und ihre jugendlichen Begleiter damit ziemlich forderten. Wie kleine Profis priesen sie die Vorzüge ihrer Schützlinge, die sie für den Auftritt geschmückt hatten. Entsprechend hoch war die Beachtung bei den vielen Besuchern, für deren leibliches Wohl ein Team von 30 Mitarbeitern unter der Leitung von Christian Iten besorgt war.

Prämierung steigert den Marktwert

Einer der erfolgreichen Viehhalter mit mehreren Auszeichnungen war Pius Meier, Gemeindepräsident von Oberägeri und «Viehzüchter aus Leidenschaft», wie er sagte. Sein Sohn Daniel war sichtlich stolz, honoriert ein erster Rang doch nicht nur die Arbeit des Züchters, sondern steigert auch den Marktwert der Kuh. Während in der Halle die Kühe vor den Richtern posierten, zeigten einige Pferdehalter draussen auf einem Parcours ihre Reitkünste ohne Jury. Es gehe ihnen vor allem um die Harmonie zwischen Pferd und Reiter und um einen hohen Spassfaktor, meinte eine der Teilnehmerinnen.

Hansruedi Hürlimann