ZUG: Für internationale Amtshilfe gegen Steuerhinterziehung

Im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerhinterziehung soll es einen automatischen Informationsaustausch mit anderen Staaten geben. Die Zuger Regierung unterstützt einen Vorschlag des Bundes, setzt aber auch Fragezeichen.

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Schwyzer und ausländische Steuerbehörden sollen automatisch Informationen austauschen. Das findet die Zuger Regierung. (Bild: Keystone / Michael Rüetschi)

Schwyzer und ausländische Steuerbehörden sollen automatisch Informationen austauschen. Das findet die Zuger Regierung. (Bild: Keystone / Michael Rüetschi)

Der Zuger Regierungsrat äussert sich poistitv zur Absicht des Bundes, sich international an der Bekämpfung der Steuerhinterziehung zu beteiligen. Die vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickten Vorschläge zur Einführung des automatischen Informationsaustauschs unterstützt er grundsätzlich.

Heute liefert die Schweiz anderen Staaten Informationen über Steuersünder ausschliesslich auf deren Ersuchen hin. Geht es nach dem Bundesrat, werden die Steuerbehörden künftig von sich aus aktiv, wenn sie auf etwas stossen, das einen anderen Staat interessieren dürfte.

Neben diesem spontanen Informationsaustausch ist die Einführung des automatischen Informationsaustauschs (AIA) mit bestimmten Staaten geplant. Der Zuger Regierungsrat begrüsst die Vorschläge des Bundesrates grundsätzlich, wie er am Mittwoch mitteilte.

Wenn schon automatisch, dann richtig

In den Bereichen des spontanen Informationsaustausches und bei der Verwertbarkeit der vom Ausland gelieferten Informationen für Steuerauskünfte an Drittbehörden rät er allerdings zu Zurückhaltung oder schlägt Anpassungen vor. Das Gleiche gelte für die Möglichkeit von präzisierenden Rückfragen zu den vom Ausland spontan gelieferten Informationen.

Anpassungen verlangt der Regierungsrat bei der Steueridentifikationsnummer sowie bei der Aufbereitung der Daten des automatischen Informationsaustauschs in Steuersachen, die eine automatische Weiterverarbeitung in den Kantonen ermöglichen.

Für Zurückhaltung plädiert die Zuger Regierung ferner bei der Verwertbarkeit der Steuerdaten bei Auskünften an Drittbehörden sowie im Fall von präzisierenden Rückfragen zu den vom Ausland automatisch gelieferten Daten. (sda/cv)