ZUG: Für Wirte gelten an der WM klare Regeln

Wer seinen Gästen das Fussball-Spektakel im Freien zeigen will, der braucht eine Bewilligung. Einige Punkte daraus lassen Gastronomen und Politiker stutzen.

Samantha Taylor
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Nur jene Spiele, die vor 22 Uhr angepfiffen werden, können im Freien gezeigt werden. (Archivbild Patrik Pauli)

Nur jene Spiele, die vor 22 Uhr angepfiffen werden, können im Freien gezeigt werden. (Archivbild Patrik Pauli)

Am 12. Juni wird die Fussballweltmeisterschaft in Brasilien angepfiffen. In der Stadt Zug gibt es diesmal zwar kein Public Viewing, wer sich die Spiele aber nicht zu Hause anschauen möchte, hat trotzdem diverse Gelegenheiten. In verschiedenen Restaurants, Cafés und Bars werden die Spiele übertragen. Damit die städtischen Gastronomen ihren Gästen sportlich auch wirklich etwas bieten können, brauchen sie eine Bewilligung – zumindest dann, wenn der Fernseher auf der Terrasse oder im Garten aufgestellt wird. In diesem Fall muss ein sogenanntes Meldeformular für Fernsehübertragungen in Gartenrestaurants ausgefüllt und an das Polizeiamt geschickt werden. Eigentlich eine reine Formsache. Trotzdem unterschreiben die Gastronomen mit dem Formular einen ganzen Katalog an Regeln. So ist beispielsweise der Einsatz von Beamern oder Verstärkeranlagen verboten. Weiter darf für die Übertragungen die Fläche der Gastwirtschaftsbetriebe nicht vergrössert werden, und die Infrastruktur muss beibehalten werden. «Nicht erlaubt sind Grills, Zeltbauten oder Überdachungen», heisst es im Merkblatt der Stadt weiter. Bei einigen Gastronomen werfen diese Regeln Fragen auf. «Ich verstehe nicht, warum wir keinen Grill aufstellen dürfen. Solange dadurch niemand belästigt wird, sollte das doch eigentlich möglich sein», findet etwa Michael Stehle, Geschäftsführer des «Plazas». Und auch FDP-Gemeinderat Rainer Leemann wünscht sich, dass die «ganze Sache etwas unkomplizierter abläuft». Er hat dazu eine kleine Anfrage eingereicht.

Bei der Stadt sieht man das etwas anders. Man habe eigens für die WM eine Sonderregelung geschaffen, heisst es.