ZUG: Futuristischer Rollator erstmals auf Probefahrt

Ingenieure tüfteln an einem revolutionären Rollator. Der «Walker» soll wesentlich mehr bieten als heute bekannte Gehhilfen.

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Annemie Meyer testet den «Walker» - begleitet von Martin Biallas von der Hochschule Luzern. (Bild Werner Schelbert)

Annemie Meyer testet den «Walker» - begleitet von Martin Biallas von der Hochschule Luzern. (Bild Werner Schelbert)

Er soll alle Hindernisse überwinden können – Steilhänge, Wiesen, Waldwege, Stock und Stein: Ein motorbetriebener Rollator, ausgestattet mit einem Navigationsgerät und einem Notfallsystem, der sogar die Einkäufe nach Hause schleppt. Ein naiver Zukunftstraum oder bald schon Realität?

Man darf auf Letzteres hoffen. Seit dem Sommer 2012 setzen sich neun Partner aus der Schweiz, Österreich und Schweden für die Entwicklung des Rollators der Zukunft ein.

Das Projekt «iWalkActive» ist Teil eines EU-Programmes, das technische Innovationen fördert, welche die Selbständigkeit älterer Menschen unterstützen. Koordiniert wird es vom iHomeLab an der Hochschule Luzern. Zusammen mit dem Austrian Institute of Technology leitet das iHomeLab die Forschung und Entwicklung. Weitere Unternehmen und Institutionen steuern ihr Know-how bei – darunter auch die Direktion des Innern des Kantons Zug. Der Zuger Beitrag besteht vor allem darin, die Sicht der Senioren einzubringen. Darum wurde gestern in Oberwil ein Vortest mit potenziellen Benutzern durchgeführt.

Besonders viele Fähigkeiten

In der Theorie war der Rollator schon vorher erfolgreich: Er gewann 2013 den AAL-Award für altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben. Eine Jury wählte «iWalkActive» aus über 130 aus ganz Europa eingereichten Konzepten zum Sieger.