ZUG: Ganze Familie nach Verkehrsunfall angeklagt

In der Stadt Zug hat eine Mutter versucht, ihren 22-jährigen Sohn vor einer Anzeige zu schützen. Dieser hatte betrunken einen Unfall gebaut und war ohne Ausweis mit dem Auto des Vaters unterwegs.

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Das Auto wurde am Samstagmorgen um 6.30 Uhr an der Schochmühlestrasse in Zug von einem Passanten entdeckt. Das Auto war wahrscheinlich von der Strasse abgekommen und mit einem Kandelaber zusammengestossen. Vom Lenker fehlte jede Spur. Kurz nachdem die Polizei an der Unfallstelle eintraf, erschien auch das türkische Elternpaar beim Auto.

Schlafend im Bett
Die Mutter nahm die Schuld sofort auf sich. Die Polizisten glaubten ihr aber nicht, bis sie schliesslich gestand, dass ihr Sohn den Unfall verursacht habe. Diesen fanden die Polizisten danach zuhause schlafend im Bett. Auch einige Stunden nach dem Unfall hatte er noch 1,3 Promille im Blut, wie die Zuger Polizei in einer Medienmitteilung schreibt.

Der 22-Jährige war bereits vor einigen Monaten in ein Verkehrsdelikt verwickelt und musste damals seinen Führerschein abgeben. Er wurde angezeigt. Auch die 45-jährige Mutter muss wegen ihrem falschen Geständnis mit Konsequenzen rechnen. Zu guter Letzt wird der Vorfall auch für den 46-jährigen Vater ein juristisches Nachspiel haben. Dies, weil die Reifen des Autos abgelaufen waren.

pd/das/rem