ZUG: Gericht pfeift Ordensschwestern zurück

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug pfeift die Menzinger Ordensschwestern zurück. Das Gericht hat eine Beschwerde gegen eine geplante Überbauung des Areals Salesianum in Zug gutgeheissen.

sda/Rem
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So sehen die geplanten drei Neubauten aus. (Bild: Visualisierung PD)

So sehen die geplanten drei Neubauten aus. (Bild: Visualisierung PD)

Die Schwestern als Grundeigentümerinnen wollen zusammen mit einem Unternehmen auf dem gut 20'000 Quadratmeter grossen Grundstück in der Stadt Zug eine Überbauung realisieren. Entstehen sollen 60 hochwertige Eigentumswohnungen im mittleren bis hohen Preissegment. Heute stehen auf dem Areal das Konvikt Salesianum und die Kapelle St. Karl.

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Zuvor hatten die Pläne alle Hürden genommen: Im März 2011 genehmigte der Gemeinderat den Bebauungsplan, im November 2011 sagten die Stadtzuger Stimmenden Ja dazu. Und im Juni 2012 wies der Regierungsrat des Kantons Zug eine Beschwerde gegen den Bebauungsplan ab und genehmigte diesen mit geringfügigen Änderungen.

Daraufhin riefen rund 30 Personen das kantonale Verwaltungsgericht an, das ihnen jetzt recht gab. Nach Ansicht des Gerichts muss «der Bebauungsplan Salesianum als willkürlich und unsachlich bezeichnet werden», wie das Gericht in seiner Mitteilung schreibt.

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Das Areal Salesianum - 2006 vom Zuger Stadtrat als «Perle» bezeichnet - wurde 2009 der «Bauzone mit speziellen Vorschriften Salesianum» zugewiesen. Die städtische Bauordnung hält fest, dass das historisch wertvolle Areal "in seinem Charakter und Erscheidungsbild erhalten" bleiben soll.

Der Bebauungsplan verstosse gegen die Richtlinien, die für das Areal gelten, schreibt das Verwaltungsgericht. In den drei Baubereichen weiche er «ganz erheblich» von den Grundmassen der dortigen Bauzone (W2b) ab, die nach Interpretation des Gerichts «zwingend einzuhalten» sind. Der Bebauungsplan sehe eine «weit intensivere Überbauung» vor als gemäss Vorschriften zulässig.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es könnte noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.

HINWEIS:
Lesen Sie hier das Urteil in voller Länge &raquo;

Blick von der Kantonsstrasse auf das Areal mit dem Konvikt Salesianum und der Kapelle St. Karl. (Bild: PD)

Blick von der Kantonsstrasse auf das Areal mit dem Konvikt Salesianum und der Kapelle St. Karl. (Bild: PD)

Beim Salesianum sollen rund 60 hochwertige Eigentumswohnungen im mittleren bis hohen Preissegment entstehen. (Bild: PD)

Beim Salesianum sollen rund 60 hochwertige Eigentumswohnungen im mittleren bis hohen Preissegment entstehen. (Bild: PD)