Zug
GGZ@Work: Integrationserfolg trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Die Coronapandemie ging auch an der GGZ@Work nicht spurlos vorbei. Zahlreiche Angebote mussten vorübergehend geschlossen werden.

Merken
Drucken
Teilen
Hier führte die Berufsintegration der GGZ@Work zurück in den ursprünglichen Beruf als Koch.

Hier führte die Berufsintegration der GGZ@Work zurück in den ursprünglichen Beruf als Koch.

Bild: Alexandra Wey/PD

(haz) Im Auftrag der Gemeinden und des Kantons Zug konnten bei GGZ@Work im vergangenen Jahr 135 Sozialhilfebeziehende und Asylsuchende in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden, das entspricht einer Integrationsquote von 39 Prozent. Dies geht aus einer Medienmitteilung der GGZ@Work zum Leistungsbericht 2020 hervor. Hohe Werte waren insbesondere im Bereich Asyl und bei der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen festzustellen. Zusätzlich wurden insgesamt 108'016 Arbeitsstunden temporärer Einsätze bei Firmen, Institutionen und Privatpersonen geleistet.

Auswirkungen der Pandemie

Mit «Podium 41», «Gastschiff Yellow» und den Ladenlokalen (Bauteilladen und Secondhandläden) mussten im vergangenen Jahr Bereiche vorübergehend geschlossen werden, was Umsatzeinbussen und eine temporär reduzierte Anzahl zur Verfügung stehender Teilnehmerplätze bedeutete. Gleichzeitig waren sowohl aus dem Bereich Asyl wie auch von den gemeindlichen Sozialdiensten zeitweise rückläufige Anmeldezahlen feststellbar. Zurückhaltung war indes auch in kontaktorientierten Branchen wie Pflege und Betreuung, Gastronomie oder Verkauf spürbar, was im Jahr 2020 gesamthaft zu einer Halbierung der angebotenen Arbeitstrainingsplätze von 62 auf 31 führte.

GGZ@Work_Leistungsbericht_2020.pdf

Selbstfinanzierungsanteil von knapp 63 Prozent

Bei einem Gesamtaufwand von knapp 9,7 Millionen Franken erwirtschaftete GGZ@Work mit Dienstleistungen und Produkten einen Kostendeckungsbeitrag von 6 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsanteil lag damit bei knapp 63 Prozent (61 Prozent im Vorjahr). Der konsolidierte Jahresabschluss 2020 weist einen durch Arbeitsintegrationsmassnahmen erwirtschafteten Gesamtumsatz von knapp 9,6 Millionen Franken und einen Aufwandüberschuss von 112'485 Franken aus.