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ZUG: Gleich viel Ferien für Werkhofangestellte

Werkhofmitarbeiter haben eine Woche weniger Ferien als Verwaltungsangestellte. Ein SVP-Gemeinderat will das ändern.
Susanne Holz

Sie arbeiten bei Wind und Wetter sowie mit hohem körperlichem Einsatz. Sie scheuen keinen Dreck, keinen schlechten Geruch, keine unerwartete Herausforderung. Die Rede ist von den Mitarbeitern des Werkhofs. Oder auch von den «Männern in Orange», wie SVP-Gemeinderat Gregor R. Bruhin diese anerkennend nennt.

«Das stört mich gewaltig»

Gregor R. Bruhin ist Mitglied der Geschäftsprüfungskommission der Stadt Zug und ist in genau dieser Funktion auf eine «Ungleichbehandlung» gestossen, die den 21-Jährigen, der bei der Stadt Zug eine kaufmännische Lehre absolviert hat und sich derzeit im Militärdienst befindet, «gewaltig stört».

Die Ungleichbehandlung ist folgende: «Die Mitarbeitenden des Werkhofs erhalten derzeit vier Wochen Ferien jährlich. Das Verwaltungspersonal fünf Wochen jährlich. Dies, weil den Werkhofmitarbeitern die Wahlmöglichkeit der Arbeitszeit nicht zugestanden wird. Die Anstellung erfolgt in einem 42-Stunden-Pensum (Verwaltungspersonal 43 Stunden) bei einer Woche weniger Ferien im Jahr.» So steht es in der Begründung des Postulats, das der junge Gemeinderat vor wenigen Tagen unter dem Titel «Gleiche Messlatten bei der Ferienregelung der Stadtverwaltung» bei der Stadt Zug eingereicht hat.

Der Stadtrat soll es prüfen

Und weiter: «Es resultiert eine Ungleichbehandlung innerhalb der Stadtverwaltung. Körperlicher Einsatz sowie Arbeit während Wind und Wetter sollen komfortablen Arbeitsbedingungen im Büro gleichgestellt sein.» Gregor R. Bruhin fordert den Stadtrat deshalb auf, zu prüfen, wie die Mitarbeitenden des Werkhofs punkto Ferienregelung dem restlichen Verwaltungspersonal gleichgestellt werden können.

Doch weshalb überhaupt dürfen die Werkhofmitarbeiter nicht 43 Stunden pro Woche arbeiten, wie es die Kollegen von der Verwaltung können? Die Antwort ist folgende: «Gemäss Personalverordnung besteht die Wahlmöglichkeit des Arbeitszeitmodells für den Werkhof nicht. Begründet wird dies mit den fixen Einsatzzeiten, die eine Wahlmöglichkeit verunmöglichen würden, so Gregor R. Bruhin. Gleiches teilt auch André Wicki, Stadtratsvizepräsident und Vorsteher des Baudepartements, mit: «Im Unterschied zu den Verwaltungsangestellten, die mehrheitlich eine gleitende Arbeitszeit kennen, arbeiten die Werkhofangestellten in einem fixen Arbeitszeitmodell.»

André Wicki steht dem Ansinnen des Postulats von Gregor R. Bruhin positiv gegenüber: «Das Anliegen der Gleichbehandlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstütze ich, und ich bin gerne bereit, die gewünschte Prüfung vorzunehmen und dem Stadtrat zuhanden der Postulatsbeantwortung Vorschläge zu unterbreiten.» Man werde untersuchen, wie sich das fixe Arbeitszeitmodell der Werkhofmitarbeiter mit der gewünschten Flexibilität vereinbaren lasse. Und sicher seien auch die Mitarbeitenden des Werkhofs nach ihrer Meinung zu befragen. André Wicki versichert: «All diese Fragen werden im Rahmen einer umfassenden Untersuchung der Strukturen und der Organisation des Werkhofs angegangen.»

Überstundensaldi auswerten

Gregor R. Bruhin schwebt bereits eine Lösung des Dilemmas vor: «Am einfachsten wäre es, die Überstundensaldi der Werkhofmitarbeiter auszuwerten und zu rechnen, ob diese mit einer Arbeitsstunde mehr pro Woche reduziert werden könnten und damit eine Woche Ferien mehr zugestanden werden könnte. Dazu bräuchte es aber durchschnittlich ca. 40 Überstunden im Jahr pro Mitarbeitenden.» Worin Bruhin aber kein Problem sieht. Denn: «Unterbeschäftigt sind die Männer in Orange sicher nicht.»

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