ZUG: Gotthard-Basistunnel in der Bahnhofhalle Zug

Der Countdown zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnel läuft. Eine Ausstellung im Bahnhof Zug verdeutlicht die historische Dimension des Grossprojekts.

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Besucher informieren sich in der Zuger Bahnhofshalle über die Ausstellung. (Bild Werner Schelbert)

Besucher informieren sich in der Zuger Bahnhofshalle über die Ausstellung. (Bild Werner Schelbert)

Seit Donnerstag steht im Bahnhof Zug eine riesige Röhre mit über neun Metern Durchmesser. Die Ausmasse entsprechen exakt dem Ausbruch-Durchmesser der Tunnelbohrmaschine. Gegen 50'000 solcher Ringe wurden im Gotthard-Basistunnel eingebaut.

Die multimediale Ausstellung «Gottardo 2016», die seit Donnerstag und noch bis am nächsten Mittwoch in der Bahnhofshalle Zug zu sehen ist, gibt einen vertieften Einblick in die historischen Dimensionen des neuen Gotthardtunnels. Sie vermittelt Wissen, Erlebnis und schafft ein Bewusstsein für die Leistungen im Zusammenhang mit dem Bau des Gotthard-Basistunnels durch die Schweizer Alpen.

Neben dem so genannten «Supersign» haben die Ausstellungsmacher fünf kleinere Themenmodule platziert. Sie vermitteln Geschichte, Zahlen und Fakten zum Tunnelbau und weisen auf die Bedeutung des Jahrhundertbauwerks für die Schweiz hin.

Eines der Module ist dem futuristischen Blick in die Mobilität von morgen gewidmet. Durch eine spezielle Brille können die Besucher überdies einen virtuellen Blick in den Tunnel erleben.

Mit der Ausstellung wollen die SBB die breite Bevölkerung mit diesem Fieber anstecken. Das Grossbauwerk wird am 4. und 5. Juni 2016 eingeweiht. An den beiden Enden des Tunnels in Erstfeld und Bodio wird dann der Bevölkerung ein grosses Festprogramm geboten. Die ersten regulären Züge werden im Dezember durch den Tunnel brausen.

Mit 57 Kilometern wird der Gotthard-Basistunnel den japanischen Seikan-Tunnel als längstes Tunnelbauwerk der Welt ablösen und die Reisezeit von Zürich ins Tessin um 25 Minuten verkürzen. Mit der Fertigstellung des Ceneri-Tunnels voraussichtlich 2020 wird die Reisezeit sogar um 45 Minuten verkürzt. Die Reise dauert dann weniger als zwei Stunden.

rem/sda

HINWEIS: Infos zum Projekt auf www.gottardo2016.ch