Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Grosse Fragen für junge Schauspieler

Das Kinder- und Jugendtheater Zug präsentierte vergangenes Wochenende das neuste Stück «Das kalte Herz» ihrer Gruppe «Theater Ratten». Nomen ist dabei aber gar nicht Omen.
Die Schauspieler setzten das Stück mit viel Herzblut um. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 16. Dezember 2017))

Die Schauspieler setzten das Stück mit viel Herzblut um. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 16. Dezember 2017))

Das Märchen von Peter Munk, der sein Herz hergibt für Geld und Macht, erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der auf der Suche nach seinem Glück manchen Irrweg einschlägt. Dieser Geschichte hat sich das Kinder- und Jugendtheater Zug angenommen und das Stück «Das kalte Herz» am vergangenen Wochenende auf die Bühne gebracht.

«Ich will doch nur dazugehören. Ich will viel Geld! Oder viel Glück», sinniert der trübselige Protagonist in der Eröffnungsszene. Na was nun, Geld oder Glück? Grosse Fragen für junge Schauspieler. Nils Barthlen gibt in seiner Hälfte des zweigeteilten Munk souverän den mal trübseligen, mal überheblich aufgeblasenen Munk auf Abwegen. «Die Texte und Szenen haben wir ­gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet», erzählt Mirjam ­Dettwiler über die Bearbeitung des Märchens. Zusammen mit Amandine Dougoud führte sie Regie beim Projekt. «Wir improvisierten einzelne Szenen und sammelten die dabei entstandenen Ideen.» So übersetzten sie das in die Jahre gekommene Märchen in einen modernen Kontext und gossen die Erzählung in ihre eigene Sprache. «Das Wunderbare an dem Projekt sind die Spielfreude und der Zusammenhalt, die sich in dieser Gruppe entwickelt haben», sagt Dettwiler. Letzteres wirkt ansteckend, wenn man in den Zuschauerrängen des Theaters unter der Einkaufsallee Metalli sitzt. Leon Svoboda etwa strahlt in seiner Hälfte des Munk eine ungehemmte Natürlichkeit aus, die in dem jungen Mann viel Mut vermuten lässt. «Die ganze Gruppe ist zu einer grossen Familie zusammengewachsen», sagt Amandine Dougoud. «Man unterstützt sich gegenseitig, und alle sind sehr engagiert.»

Geschützter Rahmen für erste Schritte

In gerade mal zehn Proben hat die Gruppe Jugendlicher zusammen mit ihren beiden Theaterpädagoginnen das Stück erarbeitet. Das Kinder- und Jugendtheater arbeitet an mehreren Projekten in verschiedenen Altersklassen und bietet einen geschützten Rahmen für erste Schritte auf der Bühne. Hier im Theater kann man auch mal Unsichere aus der Reserve locken. «Wir hatten auch schon Kinder, deren Lehrer kaum glauben konnten, dass sie bei uns auf der Bühne stehen, weil sie im Unterricht keinen Piep machen», erinnert sich Dettwiler. Theater fördere die Sozialkompetenz auf eine ganz eigene Art und Weise, und mit Jugendlichen solche Entwicklungen erleben zu können, sei wunderbar. Auch die musikalischen Talente der Truppe bringen die beiden Regisseurinnen zum Tragen. Vertont haben sie das Stück mit dem Pianisten Laurent Dorier, der mit bekannten Stücken wie «Pink Panther» oder «Hit the Road Jack» grooviges Bar-Feeling in die Szenen rund um den Zapfhahn bringt. «Wir möchten uns bei allen unseren Schauspielern bedanken. Sie tragen dieses Stück mit ihrer spürbaren Spielfreude und dem ganz eigenen Charme dieser Truppe», betont Dougoud.

Ende Februar startet das Kinder- und Jugendtheater ein neues Projekt. Anmelden kann man sich für die noch freien Plätze schon jetzt.

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.