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ZUG: Grosser Schaden an Schutzwald nach starkem Gewitterregen

Der starke Gewitterregen über Zug vom Sonntagabend blieb für Oberwil nicht ohne Folgen. Der Schutzwald hat Oberwil zwar vor zerstörerischen Sturzfluten bewahrt, selber jedoch erheblich Schaden genommen.
Eine Waldstrasse rutschte teilweise in die Tiefe. (Bild: PD)

Eine Waldstrasse rutschte teilweise in die Tiefe. (Bild: PD)

Am späten Sonntagabend gingen über Oberwil starke Gewitterregen nieder. Obwohl der poröse Waldboden ähnlich einem Schwamm viel Regenwasser aufnehmen und so die zerstörerische Wucht der Sturzfluten wirkungsvoll eindämmen konnte, floss viel Wasser über die steilen bewaldeten Hänge, welche sich vom Zugerberg bis nach Oberwil erstrecken.

Trotz der bodenschützerischen Wirkung der Baumwurzeln lösten sich zahlreiche Stellen im Wald. An etlichen Stellen rutschten Erdpakete auf Waldstrassen nieder, talseitige Böschungen von Waldstrassen verloren ihren Halt und rissen Teile der Strasse in die Tiefe. Die Bäche schwollen schnell an und schwemmten grosse Mengen Geschiebe und Holzteile ab.

Als Folge wurden Strassendurchlasse verstopft und es kam zu Ablagerungen im Wald. Während in den Geschiebesammlern des Mühlibaches und des Trubikerbaches viel Geschiebe und Holz zurückgehalten werden konnte, verursachten der Murpflibach und der Steinibach beträchtliche Schäden an Liegenschaften und machten die Kantonsstrasse für einige Zeit unpassierbar.

Das Amt für Wald und Wild und die Korporation Zug als Eigentümerin des vom Gewitter beeinträchtigten Waldes werden in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit zahlreiche Schadstellen sanieren, heisst es in einer Medienmitteilung der Direktion des Innern vom Mittwoch.

«Es muss gewährleistet sein, dass die Bäche wieder geordnet abfliessen, rutschanfällige Hänge stabilisiert und Waldstrassen ungehindert benutzbar sind, damit die Pflege des so wichtigen Schutzwaldes oberhalb der Siedlungen von Oberwil, der Bahnlinie und der Kantonsstrasse kontinuierlich weitergeführt werden kann», so Kantonsförster Martin Winkler vom Amt für Wald und Wild.

Die Sanierungskosten belaufen sich schätzungsweise auf rund 150'000 Franken und sind vom Kanton und der Korporation Zug gemeinsam zu tragen.

pd/zim

Ein von Oberflächenwasser ausgelöster Rutsch erstreckt sich bis auf Waldstrasse. (Bild: PD)

Ein von Oberflächenwasser ausgelöster Rutsch erstreckt sich bis auf Waldstrasse. (Bild: PD)

Eine abgerutschte Böschung, mit starker Beschädigung der talseitigen Mauer (Bild: PD)

Eine abgerutschte Böschung, mit starker Beschädigung der talseitigen Mauer (Bild: PD)

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