ZUG: Haben Zuger Kinder öfter frei?

Der Kantonsrat berät über Änderungen des Schulgesetzes. Dabei stehen auch die unterrichtsfreien Tage zur Debatte.

Christian Glaus
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Je nach Entscheid des Kantonsrates haben Zuger Schüler künftig etwas mehr Zeit zum Rumtollen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Je nach Entscheid des Kantonsrates haben Zuger Schüler künftig etwas mehr Zeit zum Rumtollen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Im Vordergrund der Debatte über Änderungen des Schulgesetzes steht eine Bereinigung, um Doppelspurigkeiten im Gesetz zu beseitigen. Doch die Vorschläge der Regierung enthalten auch Neuerungen. So sollen unter anderem wieder Schüler ab der zweiten Klasse benotet werden. Heute werden im Kanton Zug erst ab der vierten Klasse Noten verteilt. Damit wird ein Volksentscheid umgesetzt.

Weiter wünschen sich die Schulpräsidenten mehr Flexibilität bei lokalen Feiertagen und Weiterbildungen für Lehrer. Sie setzen sich dafür ein, dass es künftig nicht mehr starr acht schulfreie Halbtage pro Jahr gibt. Die schulfreien Halbtage sollen auf fünf oder sechs Jahre verteilt werden. Dies würde es den Gemeinden ermöglichen, in einem Jahr nur sechs Halbtage einzulösen und in einem anderen dafür zehn, argumentieren die Schulpräsidenten. Die Bildungskommission lehnt diesen Vorschlag jedoch ab. Sie wolle eine klare und einfache Regelung beibehalten. «Auch in Anbetracht der arbeitenden Mütter und Väter will die Kommission keinen weiteren Ausfall von Unterrichtsstunden für die Schülerinnen und Schüler», heisst es im Bericht.

Zur Debatte steht auch der Informationsfluss. Künftig soll es einfach werden, dass Lehrer und Schulleiter Informationen über Schüler austauschen. Es geht beispielsweise um Informationen, ob ein Kind eine bestimmte Therapie besucht hat. Die bisherige Regelung setzte das Einverständnis der Eltern voraus. Dies sei praxisfremd, findet der Regierungsrat. In diesem Punkt gehen die Meinungen der Parteien jedoch auseinander.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen ZZ und im E-Paper.