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ZUG: Handliches Glück zur Adventszeit

Seit dem 1. Dezember finden in der Bibliothek Zug täglich einfallsreiche Anlässe aller Art statt. Hinter dem 19. Türchen verbarg sich beispielsweise eine vorweihnächtliche Bastelstunde.
Julian Koller
Aus Landkarten falten die Teilnehmer kleine Schachteln. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 19. Dezember 2017))

Aus Landkarten falten die Teilnehmer kleine Schachteln. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 19. Dezember 2017))

Julian Koller

redaktion@zugerzeitung.ch

Die Adventszeit neigt sich dem Ende zu, und damit auch die Veranstaltungsreihe in der Kantonsbibliothek. In Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Museum Burg Zug oder der Musikschule stellte man für jedes Türchen ein Adventsprogramm auf die Beine. Es ist das erste Mal, dass die Bibliothek ihren eigenen Advents­kalender organisiert – ein Experiment mit sichtlichem Erfolg.

«Wir würden den Kalender im nächsten Jahr sehr gerne wie­derholen, denn er ist im ersten Durchlauf wirklich gut angekommen», sagt Susanne Manz, Teamleiterin kulturelle Bildung und Vermittlung in der Bibliothek. «Dass wir jedes Türchen füllen konnten, haben wir auch dem Engagement im Team zu verdanken, da viele eigene Projekte aufgezogen haben. So konnten wir den Aufwand stemmen.»

«Doppeltes Glück»

Aber nicht nur in der Vor­adventszeit nimmt die Organi­sation von Events einen zunehmend grösseren Anteil des Bibliothekarspensums ein. «Alleine in den zweieinhalb Jahren, die ich hier arbeite, hat die Dichte an Ver­anstaltungen enorm zugenommen», sagt Susanne Manz. Ein Trend, der auch mit der fortschreitenden Digitalisie- rung zusammenhängt. «Ver­anstal­­tungen gehören zu unserem Auftrag. Jetzt umso mehr, da die Nutzung traditioneller Bücher etwas abnimmt und viele Leute auf E-Books und so weiter ausweichen. Daher sollte die moderne Bibliothek auch Veranstaltungsort, Treffpunkt und Ort zum Lernen sein.»

Das 19. Türchen des Biblio­­-theks-Adventskalenders barg beispielsweise einen Event, für den alle dankbar sein konnten, denen bislang noch keine Geschenkidee mit emotionalem wert gekommen war. Unter Leitung der Zuger Bibliothekarin und Hobbybastlerin Barbara Huber falten die Teilnehmer gemeinsam Schächtelchen und Origami-Sterne für ihre Angehörigen. In jeder Schachtel wird eine Handvoll Glücksbohnen verstaut. Die Idee basiert auf einer Geschichte von Burkhard Heidenberger, in der ein Bauer für jeden Glücksmoment, den er am Tag erlebt, eine Bohne in seine rechte Hosentasche steckt, um sie am Ende jedes Tages zu betrachten und sich an die fröhlichen Momente zu erinnern. Zu Beginn fällt es ihm schwer, solche Momente zu finden, aber nach und nach lernt er das kleine Glück schätzen und steckt immer mehr Bohnen ein.

«Schon das Falten selbst macht irgendwie glücklich», sagt Barbara Huber. Und das Verschenken auch, das ist dann so etwas wie doppeltes Glück.»

Ganz zu Ende ist der Ad­ventskalender der Bibliothek aber noch nicht. So wartet heute Abend noch ein Töggeli-Plausch-Turnier und in den zwei Folgetürchen Wintersportausstellung und ein Bilderbuchkino.

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