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Zug hat den tiefsten Leerwohnungsbestand der Schweiz

Alle Jahre wieder die gleiche Erkenntnis: Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt im Kanton Zug sehr hoch. Dies schreibt die Baudirektion heute in einer Medienmitteilung.

(mo) Am Stichtag 1. Juni haben die Gemeinden dem Amt für Raum und Verkehr insgesamt 244 freie Wohnungen im Kanton Zug gemeldet. Das ist ein Rückgang von 13 Wohneinheiten gegenüber dem vorhergehenden Beobachtungszeitraum. Per 1. Juni sind innerhalb der Kantonsgrenzen 0,42 Prozent aller Wohnungen frei gewesen. Das ist der tiefste Wert aller Schweizer Kantone. Dies geht aus einer Erhebung des Bundesamtes für Statistik in Neuenburg hervor. Basis für die Berechnung des Leerwohnungsbestandes sind 58'790 Einheiten, welche für Personen als bewohnbar erfasst sind. Der Kanton Zug hat zum letzten Mal im Jahre 1996 einen Leerwohnungsbestand von mehr als einem Prozent ausgewiesen. Seither pendelt dieser Wert kontinuierlich unterhalb der 1-Prozent-Schwelle. Dies zeigt eine Statistik des Hauseigentümerverbands Schweiz (www.hev-schweiz.ch). Diese listet die Zahlen bis ins Jahr 1990 aus.

Damit schert der Kanton Zug aus einem schweizweit zu beobachtenden Trend aus, der ein Ansteigen der freien Wohnungen nachweist. Das schlägt sich in der durchschnittlichen Lehrwohnungsziffer aller Schweizer Kantone nieder, welche per 1. Juni 2019 mit 1,66 Prozent ausgewiesen worden ist. Das ist gemäss der Mitteilung der Baudirektion ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ziffer im Kanton Zug ist in der gleichen Beobachtungsperiode jedoch um 5,1 Prozent gesunken.

Ausreisser bei der Ermittlung der Zahlen

Wie die Baudirektion des Kantons Zug weiter schreibt, sei es unbestritten, dass die Leerwohnungsziffer im kleinsten Vollkanton der Schweiz sehr tief ausfalle. Bei der aktuellen Beobachtungsperiode sind in Risch, Menzingen und Hünenberg keine, respektive nur eine Wohnung leerstehend. Derweil erstaune jedoch die hohe Zahl der freien Wohnungen in Walchwil gegenüber der letzten Beobachtungsperiode. Die Fachkräfte im Amt für Raum und Verkehr hegen die Vermutung, dass diese Ausreisser «mutmasslich von einer nicht einheitlichen Interpretation bei der Erhebung» herrühren. Die Verantwortlichen in Walchwil gehen davon aus, so ist der Mitteilung zu entnehmen, dass die Gemeinde bei kantonal gleichen Erhebungsmassstäben eine Leerwohnungsziffer in der Höhe des kantonalen Durchschnitts aufweisen würde.

Die Statistikmethoden überdenken

Die Verantwortlichen für die Leerwohnungsstatistik äussern sich dahingehend, dass eine präzise Erhebung schwierig sei. Trotzdem hat die Baudirektion entschieden, zusammen mit den Zuger Gemeinden und der Fachstelle für Statistik «nach Lösungen für eine einfachere und effizientere Erhebung des Leerwohnungsbestandes» zu suchen. Präzisierungen sind bei der Abgrenzung gegenüber Firmen- und Ferienwohnungen notwendig. Eine statistische Ungenauigkeit ortet die Baudirektion des Kantons Zug auch, wenn neu erstellte Wohnungen im Inseratenmarkt erscheinen. In der Statistik werden, und das ist nur ein Beispiel, 85 Wohnungen mehr im Kanton Zug vorhanden sein. Der Grund: Das Aglaya-Gartenhochhaus auf dem Suurstoffi-Areal mit 85 Wohneinheiten soll in dieser Periode bezugsbereit sein. Freie Wohnungen dürfte es dort allerdings kaum noch geben.

Information zum Wohnungswesen beim Amt für Raum und Verkehr
https://www.zg.ch/behoerden/baudirektion/arv/wohnungswesen

Weitere statistische Angaben zum Bau- und Wohnungswesen auf dem Statistikportal
https://www.zg.ch/behoerden/gesundheitsdirektion/statistikfachstelle/themen/09bau-und-wohnungswesen

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