ZUG: «Herrliche Zeiten» sind bald vorbei

Das Kunstprojekt in der Stadt Zug geht diese Woche zu Ende. Die Veranstalter ziehen bereits ein positives Fazit. Auch wenn es zu kritischen Reaktionen und einem gestohlenen Kunstwerk kam.

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Die Kuratorin Vera Egloff macht eine Führung durch das Kunst-Projekt «Herrliche Zeiten», zusammen mit dem Helmhaus Kurator Daniel Morgenthaler und einigen Künstlern. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Die Kuratorin Vera Egloff macht eine Führung durch das Kunst-Projekt «Herrliche Zeiten», zusammen mit dem Helmhaus Kurator Daniel Morgenthaler und einigen Künstlern. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Zwei Monate lang wurden im öffentlichen Raum der Stadt 14 Kunstwerke präsentiert. Übergrosse Gipfeli beim Kunsthaus, singende Betonmischer, eine tropfende Lampe: 14 Kunstwerke konnten an verschiedenen öffentlichen Plätzen betrachtet werden.

Sie waren Teil des Kunstprojekts «Herrliche Zeiten», das von der städtischen Stelle für Kultur lanciert wurde. Alle Projekte behandelten als gemeinsamen Nenner den öffentlichen Raum und das sich darin abspielende Leben.

Leserbriefe und Lausbubenstreich

Seit der Eröffnung der Ausstellung am 16. August nahmen über 700 Besucherinnen und Besucher an den 18 öffentlichen Führungen, zwölf Schulklassenführungen und zwölf Rahmenveranstaltungen teil, wie die Stelle für Kultur der Stadt Zug mitteilt. Hinzu kämen unzählige spontane Betrachterinnen und Betrachter.

Das Projekt habe Raum für Diskussionen über Themen wie Stadtentwicklung, Zwischennutzungen und Denkmalschutz geboten, Retrospektiven auf Zukunftsvisionen treffen lassen und viele Reaktionen ausgelöst: Es habe kritische Leserbriefe gegeben, es sei gar zu einem «Lusbuebe»-Streich mit einem geklauten Kunst-Gipfeli gekommen und weisse Wände wären aus Ärger besprayt worden.

Kunstwerke bleiben noch bis Sonntag

«Diese Konfrontation von Bürgerinnen und Bürgern mit der Kunst fanden wir sehr fruchtbar. Sie hat den Gedankenaustausch gefördert. Der Dialog darüber, was die Stadt für ihre Bewohner ist, wie wir darin leben wollen und wie wir uns mit ihr verändern können, muss weitergeführt werden», sagt Vera Egloff, Kuratorin des Projekts.
 
Am nächsten Samstag um 15 Uhr findet die letzte Führung zu «Herrliche Zeiten» statt. Die Führung startet in der Bahnhofshalle und dauert ungefähr 90 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Kunstwerke bleiben noch bis am Sonntag an ihrem Platz.

pd/uus