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ZUG: «Hier droht ein strategischer Fehlentscheid»

Der parteilose Zuger Kantonsrat Willi Vollenweider fürchtet um die künftige Entwicklung auf dem Areal des Zuger Güterbahnhofs. Nachdem der Stadtrat nichts ausrichten konnte, soll es nun der Kanton richten.
Das Areal des Zuger Güterbahnhofs. Rechts im Vordergrund der Park Tower. (Bild: Screenshot Google Maps)

Das Areal des Zuger Güterbahnhofs. Rechts im Vordergrund der Park Tower. (Bild: Screenshot Google Maps)

Der parteilose Zuger Kantonsrat Willi Vollenweider warnt in einer Interpellation davor, das Areal des Güterbahnhofs in der Stadt Zug den SBB zu überlassen. Es bestünde «die grosse Gefahr, dass das Güterbahnhof-Areal nördlich der Gubelstrasse von den SBB einer bahnbetriebsfremden, spekulativen Nutzung zugeführt wird, welche den Zielsetzungen unserer Raumplanung, unserer Verkehrs- und Stadtplanung irreparablen Schaden zufügt und damit dem öffentlichen Interesse von Stadt und Kanton Zug diametral zuwiderläuft».

Das fragliche Areal gehört den SBB. Vollenweider möchte vom Regierungsrat aufgezeigt erhalten, ob dieser die «verkehrspolitische und städtebauliche Bedeutung des südlichen Teils des Güterbahnhofareals» anerkenne. Dies vor der zu erwartenden «gewaltigen urbanen Entwicklung von ‹Zug Nord›». Die von den SBB beabsichtigte spekulative Nutzung müsse von Stadt und Kanton Zug «mit allen legalen Mitteln verhindert werden».

Ein in dieselbe Richtung zielender Vorstoss Vollenweiders, der auch Mitglied des Zuger Grossen Gemeinderates ist, ist nun für die Sitzung des Zuger Stadtparlaments vom 27. Februar zur Behandlung traktandiert. Der Zuger Stadtrat hat zur Motion Vollenweiders umfassend Stellung genommen und beantragt, die Motion «Rettet den Ökihof! – keine Immobilien-Spekulation auf dem Güterbahnhof-Areal der Stadt Zug» als erledigt abzuschreiben (Ausgabe vom 3. Januar).

In seinem Bericht kommt der Stadtrat zum Schluss, dass man sich «nicht zuletzt wegen der Nichtunterstützung der kantonalen Gremien» der Entwicklung in diesem Areal zu fügen habe, wie Vollenweider in seiner Interpellation im Zuger Kantonsrat schreibt. Zwar macht Vollenweider dem Stadtrat nicht direkt einen Vorwurf, äussert aber Kritik am Vorgehen. Der Stadtrat hatte mit Schreiben vom Februar 2016 den Kanton ersucht, die Zonierung des betreffenden Areals im Sinne des öffentlichen Interesses zu prüfen. Allerdings ohne die künftige Nutzung im öffentlichen Interesse näher auszuführen, weil er dieses öffentliche Interesse offenbar «für evident hielt». Der Regierungsrat dürfte nicht zuletzt wegen des fehlenden Nachweises, das Gesuch um eine Vorprüfung abgelehnt haben, mutmasst Vollenweider. Für ihn scheint klar, der Zuger Stadtrat habe in dieser Frage kapituliert. Vollenweider spricht diesbezüglich von einem drohenden «strategischen Fehlentscheid».

Hochhausreglement verändert die Grundlagen

Die Stadtzuger Stimmbürgerinnen und -bürger haben am 26. November 2017 das Hochhausreglement deutlich gutgeheissen. Für Vollenweider ist klar, dass sich damit die Grundlagen in der gesamten Diskussion um das Areal des Güterbahnhofs geändert hätten. Vor allem, weil die Annahme des Reglements in den nördlichen Gebieten der Stadt Zug bis an die Baarer Gemeindegrenze mutmasslich eine enorme städtebauliche Entwicklung auslösen dürfte. Zu erwarten seien wohl Tausende zusätzliche Arbeitsplätze sowie zusätzlich entstehender Wohnraum. Es sei deshalb raumplanerisch und verkehrspolitisch «grotesk und verantwortungslos», diese Entwicklung, die auch das Güterbahnhof-Areal in der Stadt betrifft, zu verdrängen. haz

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