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ZUG: Hier ist Teamarbeit und Fitness gefragt

Agility-Kurse finden grossen Anklang. Der Hundesport ist eine Herausforderung – für Tier und Mensch.
Ein eingespieltes Team: Jasmin Wolgensinger aus Hünenberg See mit Cairn Terrier Neva. (Bild: Maria Schmid)

Ein eingespieltes Team: Jasmin Wolgensinger aus Hünenberg See mit Cairn Terrier Neva. (Bild: Maria Schmid)

Montagabend, 18.15 Uhr, auf dem Böschhof in Hünenberg. Vier Hundehalterinnen und ein Hundehalter treffen mit ihren vierbeinigen Freunden auf dem Ausbildungsplatz des kynologischen Vereins Zug ein. Es ist Zeit für das wöchentliche Agility-Training. Voller Elan beginnen die Hundesportler gemeinsam mit den Leiterinnen Michèle von Werra und Luzia Schüpfer mit dem Aufbau des Parcours. Reifen, Slalomstangen, ein Tunnel und eine Wippe – insgesamt 20 Geräte – werden aufgestellt, während die Hunde am Rand der Wiese mit wachen Augen auf ihre Einsätze warten.

Bellend durch die Slalomstangen

Eine der Hundehalterinnen ist Jasmin Wolgensinger aus Hünenberg See. Die 28-Jährige betreibt schon seit längerer Zeit Agility mit ihrer vierjährigen Hündin Neva. «Es ist etwas anderes als nur Spazierengehen. Man geht aufmerksamer mit dem Hund um», erzählt sie – und beweist kurz darauf, was sie im Training bereits gelernt hat. «Slalom, Neva, Slalom», ruft sie, während sie neben ihrer Hündin mitläuft, die gekonnt und schnell zwischen den Stangen hindurchhüpft und freudig bellt. Auf der Schrägwand gleich nebenan übt Muriel Mooser aus Baar mit ihrer Hündin Mia den schnellen Auf- und Abstieg. Die junge Frau ist mit ihren 14 Jahren eine der jüngsten im Kurs. «Wenn es Mia Spass macht, macht es mir auch Spass», bekennt sie – um kurz darauf ihren Vierbeiner mit einem Leckerli für die gute Leistung zu belohnen.

Seit Ende der Neunzigerjahre gehört Agility zum Kursangebot des kynologischen Vereins Zug. «Die Entwicklung ist enorm», sagt Luzia Schüpfer. Die 37-jährige Unterägererin betreibt selber seit über 15 Jahren Agility. Der Hundesport sei von Jahr zu Jahr beliebter geworden. In letzter Zeit würden die Zahlen jedoch stagnieren. 33 Mitglieder des kynologischen Vereins frönen aktuell dem Hobby, das sowohl Hund als auch Frauchen oder Herrchen viel Ausdauer und «Pfuus» abverlangt. Wobei Agility auf Vereinsebene bei Frauen beliebter ist als bei Männern.

Was das Alter betrifft, gibt es jedoch kaum Grenzen: «Unser jüngstes Mitglied ist 13 Jahre alt. Der Sport ist aber auch bei Hundehaltern über 50 beliebt.» Wichtig ist eine gewisse körperliche Fitness und die nötige Konzentration. Denn die Herausforderung beim Agility sei es, berichtet Michèle von Werra, den besten Weg für den Hund zu finden und sich dem Laufstil des Tiers anzupassen. «Es braucht Zeit, eine gewisse Routine und viel Vertrauen, bis Hund und Mensch ein gutes Team sind», erklärt die 53-jährige Hundetrainerin aus dem zürcherischen Ottenbach.

Viele Hundehalter hätten diesbezüglich eine falsche Vorstellung: «Man kann den Hund nicht einfach laufen und springen lassen.» Zunächst müsse der Vierbeiner die Geräte kennen lernen, und danach müssten die ganzen Abläufe gemeinsam von Hund und Hundehalter geübt werden. «Das ist für den Hund sehr anstrengend und darf nicht unterschätzt werden. Der Hundehalter muss immer auch die Gesundheit des Tiers im Auge behalten.» Wichtig sei auch eine gute Grunderziehung des Hundes im Vorfeld. «Das ist bei uns Voraussetzung, um diesen Sport zu betreiben», so von Werra.

Es muss schnell gehen

Bei einem Agility-Wettkampf – in der Schweiz gibt es Einzel-Meisterschaften sowie Meisterschaften für Vereine – geht alles schnell: Die Hindernisstrecke muss in einer vorgegebenen Reihenfolge fehlerfrei und möglichst schnell absolviert werden. Gestartet wird in den Kategorien Small, Medium oder Large und in vier Stärkeklassen. Zum Schluss bewertet ein Leistungsrichter die jeweiligen Läufe. Von den Mitgliedern des kynologischen Vereins Zug nehmen jedoch nur wenige an Wettkämpfen teil. Luzia Schüpfer sagt: «Die meisten betreiben Agility aus Spass.»

Rahel Hug


Hinweis: Agility wird in der Zentralschweiz von kynologischen Vereinen, weiteren Vereinen und privaten Hundeschulen angeboten. Informationen gibt es unter www.skg.ch oder www.tkamo.ch

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