ZUG: Hier kann man Ebola-Fälle behandeln

4500 Menschen sind bereits an der grausamen Seuche gestorben. Auch in Europa ist das Virus angekommen. Am Zuger Kantonsspital ist man gewappnet: In einem speziellen Isolationszimmer.

Red
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In diesem Zimmer würde man Ebola-Kranke behandeln, versichern Chefarzt Markus Vogt und Maggie Rindlisbacher, Leiterin Pflege und Therapie. Im Hintergrund die Sicherheitsschleuse. (Bild Stefan Kaiser)

In diesem Zimmer würde man Ebola-Kranke behandeln, versichern Chefarzt Markus Vogt und Maggie Rindlisbacher, Leiterin Pflege und Therapie. Im Hintergrund die Sicherheitsschleuse. (Bild Stefan Kaiser)

wh.«Wir befassen uns schon seit Mitte August mit der Materie», sagt Chefarzt Markus Vogt vom Zuger Kantonsspital. Man habe Zeit genügend gehabt, sich mit den nötigen Materialien wie Schutzanzügen und Doppelgummihandschuhen auszustatten und auch das Anziehen und gemeinsame Ausziehen besagter Schutzanzüge schon zu üben. «Das ist nämlich gar nicht so einfach.» Das Anlegen der Schutzkleidung wäre in Zug möglich in einem Zimmer direkt neben besagtem Isolationsraum – den man nur durch eine elektronisch verschliessbare Schleuse erreicht. «Nur mit einem Badge lässt sich diese Türe öffnen, zusätzlich liefert eine Kamera Bilder über den Zustand des Ebola-Patienten», erklärt der Mediziner. In einem weiteren Raum dieser von aussen abgeschlossenen Isolationseinheit würde man die nötigen Materialien für die Therapie des Patienten gesichert lagern. «Derzeit gibt es einen Kern von etwa zehn Personen – Ärzte und Pflegende –, die sich mit der Behandlung von Ebola-Patienten vertraut gemacht haben», sagt Vogt. Notfalls lässt sich diese Zahl durch weiteres Fachpersonal aufstocken – nicht durch Hilfskräfte wie im spanischen Spital. «Derzeit macht es allerdings noch keinen Sinn, den geschulten Personenkreis auszuweiten.»