ZUG: Hinweise auf Suizid verdichten sich

Weiterhin keine Spur von der vermissten Olivia Ostergaard. Auch die Suche mit dem Polizeihelikopter brachte am Mittwoch keine neuen Erkenntnisse. Die Hinweise verdichten sich, dass von Suizid ausgegangen werden muss.

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Die Suche mit dem Polizeihelikopter brachte keine neuen Erkenntnisse. (Bild: Stefan Kasier/Neue ZZ)

Die Suche mit dem Polizeihelikopter brachte keine neuen Erkenntnisse. (Bild: Stefan Kasier/Neue ZZ)

Auf dem Zugersee wird am 12. April weiter nach der vermissten Olivia Ostergaard gesucht. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
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Die Polizei suchte den See auch am Samstag weiterhin nach der Vermissten ab. (Bild: Zuger Polizei)
Das Tellemättli ist zur Polizei-Sperrzone erklärt worden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Die Zuger Polizei sucht weiter nach Olivia Ostergaard. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Polizeitaucher im Einsatz bei Oberwil. (Bild: Keystone)
Polizeitaucher suchen am 4. April nach der vermissten Olivia Ostergaard. (Bild: Keystone)
Die Suche geht am 4. April weiter: Ein Polizeiboot auf dem Zugersee. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Ein Helikopter der Polizei kreist am Mittwochmorgen über dem Ägerisee. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)
Eine Woche nach Eingang der Vermisstmeldung von Olivia Ostergaard intensiviert die Zuger Polizei die Suche nach der 20-jährigen Zugerin. (Bild: Keystone)
Drei Männer der Facebook-Gruppe «Wo ist Olivia?» sind auf der Suche nach der Vermissten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Zum Einsatz kommt am Mittwoch auch ein Polizeiboot. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)
Bis Mittwochmittag blieben alle Versuche erfolglos, die vermisste Studentin zu finden. (Bild: Keystone)
«Die junge Dänin ist in Oberägeri aufgewachsen und hatte hier immer Kontakt. Auch die Eltern wohnen hier», begründet Marcel Schlatter das Suchgebiet rund um den Ägerisee. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)
Ein Helikopter kreist am Mittwochmorgen über dem Ägerisee. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)
Auch bei der Schiffsstation in Oberägeri hat die Polizei am Mittwochmorgen gesucht. (Bild: Keystone)
Ein Heli-Pilot im Einsatz. (Bild: Keystone)
Polizisten bei der Lagebesprechung in Oberägeri. (Bild: Keystone)
Ein Helikopter kreist am Mittwochmorgen über dem Ägerisee. (Bild: Keystone)
«Wir konzentrieren uns auf die Gewässer, weil wir an Land keine Spuren gefunden haben», sagt Polizeisprecher Marcel Schlatter. (Bild: Keystone)
«Nach so langer Zeit schliessen wir auch ein Verbrechen nicht mehr aus», so Schlatter. (Bild: Keystone)
Die Einsatzkräfte suchen täglich auf den beiden Seen nach der Vermissten. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)
Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei: Hier laufen bei den Ermittlungen die Fäden zusammen. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)
Vermisst: Olivia Ostergaard. (Bild: Zuger Polizei)
Die 20-jährige Dänin hat am 26. März um 5.30 Uhr ihre Wohnung an der Hofstrasse in Zug verlassen, um an die Uni in Zürich zu reisen. (Bild: Zuger Polizei)
Ob sie überhaupt den Bus und später den Zug nach Zürich genommen hat, ist unklar. (Bild: Zuger Polizei)
Bild: Zuger Polizei

Auf dem Zugersee wird am 12. April weiter nach der vermissten Olivia Ostergaard gesucht. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Auch am neunten Tag nach ihrem Verschwinden wurde Olivia Ostergaard nicht gefunden. Seit dem frühen Mittwoch suchen die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten mehrere Stunden zu Wasser mit Polizeibooten und aus der Luft mit einem Helikopter nach der 20-Jährigen. Am Vormittag wurden primär die Uferverläufe des Ägerisees und Teile des Zugersees abgesucht. Nachmittags folgten gemäss Mitteilung der Zuger Polizei Suchflüge in weiteren Teilen des Ägeritals. Zudem folgen zusätzliche Suchaktionen mit einem Bluthund.

Zurzeit verdichten sich laut Polizei die Hinweise, dass das Verschwinden der Zugerin in einem Zusammenhang mit einem Suizid im Zugersee steht.

Vermisst: Olivia Ostergaard. (Bild: Zuger Polizei)

Vermisst: Olivia Ostergaard. (Bild: Zuger Polizei)

Diverse Sofortmassnahmen

Kurz nachdem Olivia Ostergaard am 27. März vermisst gemeldet worden war, hat die Zuger Polizei diverse Sofortmassnahmen ergriffen. So wurde eine Notsuche des Mobiltelefons eingeleitet. Ebenso wurden die Bankverbindungen der Vermissten überprüft. Neben diversen Befragungen von Angehörigen und Bekannten haben die Einsatzkräfte die Umgebung ihres Wohnort weiträumig abgesucht (Weg zur Bus- und S-Bahn-Haltestelle, Waldstücke, Tobel, Bachbetten etc.). Diese Suchaktionen fanden noch am Donnerstag, 28. März, mit mehreren Polizeihunden – unter anderem auch mit einem Bluthund – statt. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Öffentlichkeit in die Suche miteinbezogen und Olivia europaweit im Schengener Informationssystem ausgeschrieben.

Interne Analyse

Die Zuger Polizei will intern abklären, weshalb Aufnahmen von Bahnhof nicht gesichert worden sind (die Polizei hat die Aufnahmen, die nach 72 Stunden gelöscht werden, nicht rechtzeitig angefordert). Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe kein Zeuge bei der Polizei gemeldet hat, der die Vermisste im Bus beziehungsweise in der S-Bahn, am Bahnhof Zug oder in einem Zug nachweislich gesehen hat.

pd/bep

Hinweis:Personen, die etwas über Olivias Aufenthaltsort wissen oder Zeugen, die die Vermisste gesehen haben, sind gebeten, sich umgehend bei der Zuger Polizei zu melden (T 041 728 41 41).