ZUG: Hochwasserschutz: Massnahmen abgeschlossen

Die Stadt Zug hat mehrere Projekte realisiert, die den Schutz vor Hochwasser verbessern. Im regenreichen Sommer dieses Jahres ist es kaum zu Überschwemmungen gekommen.

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Der Trubikerbach in Oberwil. (Bild: Mapsearch)

Der Trubikerbach in Oberwil. (Bild: Mapsearch)

Die Ausnahme bildete das Gebiet Göbli, wo die Umstellungen im Sommer noch im Gang waren und demnächst abgeschlossen sind. Seit dem Erlass der sogenannten Gefahrenkarte 2006 hat die Abteilung Tiefbau des Baudepartementes insgesamt sechs Geschiebesammler errichtet und gefährdete Bäche ausgebaut, wie es in einer Mitteilung der Stadt Zug vom Donnerstag heisst. Mit der Inbetriebnahme des Geschiebesammlers am Trubikerbach in diesem Sommer seien die geplanten Massnahmen weitgehend abgeschlossen. Das Wasser fliesse in den Bächen auch bei starken Regenfällen wie in den letzten Wochen ohne Probleme ab.

Rückstaus in den Kellern gesenkt

Die neuen Geschiebesammler weisen zusammen ein Auffangvolumen von rund 5‘500 Kubikmeter auf. Weiter wurde eine grosse Entlastungsleitung von der Kirchenstrasse bis zum Zugersee erstellt sowie weitere kleinere Massnahmen bei den Durchlässen unter Wegen und Strassen. Das Notfallkonzept konnte deshalb zurückgefahren und in einzelnen Gebieten sogar aufgehoben werden. 

Parallel zu diesen Massnahmen setzte die Abteilung Tiefbau bei der Entwässerung die konsequente Umstellung zum Trennsystem fort. Bei einem Trennsystem werden zwei unterschiedliche Leitungen gelegt, eine für das Schmutzwasser, die andere für das Regenwasser. Mittlerweile sind zwei Drittel der Entwässerung auf Stadtgebiet auf dieses System umgestellt. Dadurch gehen auch Rückstaus in Kellern zurück, wie sich bei Einsätzen der Feuerwehr zeigte.

Insgesamt 12 Millionen Franken investiert

Die grossen Überschwemmungen in Oberwil in den Jahren 2002 und 2003 waren Auslöser für erste bauliche Massnahmen zum Schutz vor diesen Naturgefahren. In den vergangenen Jahren wurden rund zwölf Millionen Franken in den Hochwasserschutz investiert.

pd/uus