ZUG: Hürlimann verurteilt Drohungen gegen Spiess

Markus Hürlimann verurteilt die Beschimpfungen und Drohungen, denen Jolanda Spiess gemäss Medienberichten ausgesetzt ist, laut seinem Anwalt aufs Schärfste. Derweil ist er überzeugt, dass der Laborbefund ihn im Bezug auf den K.o.-Tropfen-Vorwurf entlastet.

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Als der Abend noch jung war: Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin an der Land­ammannfeier vom 20. Dezember 2014. (Bild: Charly Keiser)

Als der Abend noch jung war: Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin an der Land­ammannfeier vom 20. Dezember 2014. (Bild: Charly Keiser)

Jolanda Spiess-Hegglin gab in den letzten Tagen verschiedenen Medien zur Auskunft, dass sie seit den Ereignissen nach der Zuger Landammann-Feier vom 21. Dezember täglich bedroht und beschimpft werde.

Diese anonymen Beschimpfungen und Drohungen verurteile Markus Hürlimann aufs Schärfste, teilt sein Anwalt Markus Dormann am Mittwoch mit. Zugleich verwahre sich sein Mandant aber in aller Form gegen die Vorverurteilung, die ihm selbst widerfahre, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Anwalt: «Spiess-Hegglins Aussagen sind widersprüchlich»

Auch die aktuelle Stellungnahme kommt aber nicht ohne Seitenhiebe aus: Ebenso bedauerlich wie die heftigen Reaktion gegen Spiess-Hegglin sei, wie widersprüchlich die Aussagen der Grünen Kantonsrätin in den Medien wären. Einerseits betone sie, «Markus Hürlimann niemals beschuldigt oder angezeigt» zu haben. Anderseits halte sie ebenso deutlich an ihrem Vorwurf fest, sie sei von ihm missbraucht worden. Dies, obwohl weder sie – gemäss ihren eigenen Aussagen – noch er sich an sexuelle Handlungen erinnern könnten, und obwohl alle bislang befragten Zeugen eine beidseitig freiwillige Annäherung zwischen den beiden unter Alkoholeinfluss bestätigen, argumentiert Dormann weiter.

«Private Kurzschluss-Handlung»

Der Anwalt spricht im Folgenden von einer «privaten Kurzschluss-Handlung zweier erwachsener Menschen», die diese im Wesentlichen auch privat, gegenüber ihren Ehepartnern, zu verantworten hätten und die nichts mit ihren politischen Funktionen zu tun habe. Deshalb gehörten sie seiner Meinung nach auch nicht an die Öffentlichkeit. Es dürfe weder zu weiteren Beschimpfungen oder Drohungen, noch zu weiteren Vorverurteilungen kommen, fordert er weiter. Das Beste wäre, wünscht sich Dormann schliesslich, wenn alle Beteiligten die Untersuchungsergebnisse abwarten würden und bis dahin keine weiteren Kommentare mehr abgäben.

pd/uus

Zuger Sex-Affäre: Nicht viel Klarheit

sda. Hürlimann soll sich an der Zuger Landammann-Feier eines sexuellen Übergriffs auf Spiess schuldig gemacht haben. Was wirklich geschah, ist völlig unklar. Dritte wollen die beiden in vertraulichem Beisammensein beobachtet haben. Beide machen Erinnerungslücken geltend. Der Verdacht, es seien K.o.-Tropfen verwendet worden, wurde in einem Labortest nicht bestätigt. Eine Haaranalyse der grünen Politikerin steht noch aus.

Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin während der Landammannfeier am 19. Dezember. (Bild: Charly Keiser)

Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin während der Landammannfeier am 19. Dezember. (Bild: Charly Keiser)