ZUG: Illegale Feste in Zuger Wäldern

Partys auf der Baarburg und an der Sihl: Das feiernde Volk weicht in die Natur aus. Und scheut auch Bussen nicht.

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An Pfingsten ist Martin Winkler letztmals ausgerückt. Auf den Plan gerufen wurde der Co-Leiter des kantonalen Amts für Wald und Wild wegen mehrerer feiernder Gruppen, die es sich im Wald nahe der Sihl gemütlich gemacht hatten – mit Autos, Notstromaggregat und lauter Musik. Mehrere ähnliche Vorfälle gab es letztes Jahr auch auf der Baarburg. Von zwei bis drei grösserer Anlässe erfährt Martin Winkler. Aber es gebe eine Dunkelziffer. Dabei ist die gesetzliche Grundlage klar: Partys mit Verstärkeranlagen sind bewilligungspflichtig. Und auch sobald 100 oder mehr Leute anwesend sind, muss das Amt für Wald und Wild zumindest informiert werden. Doch die Veranstalter der illegalen Feste verzichten darauf. Lieber nehmen sie eine Busse in Kauf.

Bald büssen die Förster

Bis anhin war das Prozedere aber nicht ganz einfach: Die Förster mussten die Polizei rufen oder eine Strafanzeige einreichen. Das ändert sich nun: Mit dem neuen Litteringgesetz, das der Kantonsrat diesen Frühling beschlossen hat, können Förster Bussen selber aussprechen. Wie diese neue Regelung im Detail umgesetzt werden soll, sei noch offen, sagt Winkler.

Silvan Meier

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