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ZUG: Illustre Gäste plaudern auf dem Bett mit Comedian Michael Elsener

Comedian Michael Elsener hat drei Gäste zur «Gute Nacht Show» in der Galvanik eingeladen. Mit dem ehemaligen Generaldirektor der SRG, Roger de Weck, landete der Moderator sogar im Bett.
Roger de Weck (links) im Gespräch mit Michael Elsener. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 20. Dezember 2017))

Roger de Weck (links) im Gespräch mit Michael Elsener. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 20. Dezember 2017))

Es ist Mittwochabend in der Galvanik. Michael Elsener betritt zum dritten und letzten Mal dieses Jahr die Bühne in der Chollermüli und präsentiert seine «Gute Nacht Show». Zu Gast sind dieses Mal der ehemalige Generaldirektor der SRG, Roger de Weck, der Bildungsdirektor des Kantons Zug, Stephan Schleiss, und Anna Känzig, eine junge Sängerin aus Zürich.

Die erste Zuschauerreihe wird von Beginn weg von Elsener in einen witzigen Small Talk verwickelt. Bald schon betritt Roger de Weck als erster Gast die Bühne. Wie bei einer amerikanischen Talkshow sitzt Elsener an einem Moderatorenpult. Daneben steht ein Bett. Seine Gäste sitzen auf dessen Bettkante. So entsteht eine intime Atmosphäre.

Die beiden unterhalten sich unter anderem über die No-Billag-Initiative. Zu dieser meint de Weck: «Wir müssen immer weiterkämpfen, und dann bin ich überzeugt, dass die Initiative abgelehnt wird.» Neben ernsten Themen gibt es aber auch viel zu lachen. Das Quiz um TV-Serien, Sänger und Alkohol stellt sich für de Weck als hürdenreich heraus. Anna Känzig sorgt anschliessend für mitreissende musikalische Unterhaltung. Ihre zauberhafte Stimme wird durch ihr Gitarrenspiel begleitet. Ein kleines Mädchen aus dem Publikum tanzt gleich mit.

Stephan Schleiss steht Rede und Antwort

Nach der Pause gehört die Bühne Stephan Schleiss. Es entwickelt sich ein witziger Schlagabtausch über das Bildungswesen. Auch über die Jagd und die Schweiz wird lamentiert. Schleiss als Jagd- und Waffenfreund meint: «Der Staat sollte eher vor bewaffneten Bürgern Angst haben als die Bürger vor einem bewaffneten Staat.» Die Frage, ob er als Vertreter des Staates vor sich selber als Zivilperson Angst habe, bleibt aber unbeantwortet.

Politik und Satire

Zum Schluss kommt Roger de Weck nochmals auf die Bühne und hüpft mit Elsener ins Bett. Der Gast soll sich wohlfühlen und auch über persönliche Dinge reden. Es funktioniert. De Weck erzählt wie ein Buch und erntet einige Male Szenenapplaus. Er spricht über Träume und den Tod. Auf die Frage, was er anders machen würde in seinem Leben, meint de Weck: «Tausende Sachen würde ich anders machen, aber – moi, je ne regrette rien.» Ein schönes Schlussstatement nach einem gelungenen Abend mit viel Politik und Satire. «Es ist natürlich immer ein Wagnis, mit den eingeladenen Personen auf der Bühne zu sein und quasi nicht zu wissen, wie der Abend verläuft. Ich lese im Vorfeld Interviews von meinen Gästen – aber vieles ist einfach improvisiert», sagt Michael Elsener nach der Show.

Für 2018 ist eine Fortsetzung des Formats «Gute Nacht Show» in der Galvanik geplant. Am 2. Mai 2018 findet sogar ein Special im Kleintheater Luzern statt.

David Huwyler

redaktion@zugerzeitung.ch

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