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ZUG: Im Handwerkermarkt steckt viel Herzblut drin

Der Handwerkermarkt auf dem Zuger Landsgemeindeplatz ist klein, aber fein. Er besticht durch seine Vielfalt und die qualitativ hochstehenden Erzeugnisse.
Martin Mühlebach
Sattler Christian Meyer präsentiert seine Ware am Markt. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 12. August 2017))

Sattler Christian Meyer präsentiert seine Ware am Markt. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 12. August 2017))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Elsbeth Hürlimann, eine der langjährigen Organisatorinnen des Handwerkermarkts auf dem Zuger Landsgemeindeplatz, erklärt: «Bei uns werden nur Erzeugnisse ausgestellt, die zu 80 Prozent vom Hersteller selbst produziert wurden. Es sind Unikate von hoher Qualität.» Dass diese Aussage stimmt, merkt man schnell ­einmal, wenn man durch den ­kleinen, aber feinen Markt schlendert. Am Stand des Hünenberger Lederschmieds Daniel Windlin, der diverse aus weichem Leder kunstvoll angefertigte Taschen, Gürtel, Armbänder und Gastronomietischsets zum Kauf anbietet, sticht dem Besucher ein im Hintergrund zur Schau gestelltes Lederkostüm ins Auge. Windlin, der gelernte Schreiner, erzählt: «Dieses Kostüm habe ich für mich für die Fasnacht kreiert. Es war meine erste Arbeit als Lederschmied. Vom Ergebnis erfreut, sagte ich mir: Wenn ich das kann, dann kann ich noch mehr.» Heute, so Windlin, arbeite er zu 20 Prozent als Lederschmied. Kreativ tätig zu sein, gefalle ihm, schiebt er nach.

Wie Lederwaren hergestellt werden, demonstriert der pensionierte Sattler Christian Meyer aus dem bernischen Steinhof vor Ort. Er zeigt unter anderem, wie Ledergurten oder Glockenriemen angefertigt und kunstvoll verziert werden. Das fasziniert zuschauende Publikum staunt ob der Geschicklichkeit des Meisters.

Schmuck, Vasen und Papier-Handwerk

Elsbeth Hürlimann erklärt: «Es ist ein wichtiges Element unseres Marktes, dass immer jemand eingeladen wird, an einem speziellen Stand seine Handwerkerkünste zu demonstrieren. Caroline Scheidegger aus Schongau, die in der Ausbildung zur Gestaltungspädagogin steckt, bietet traumhafte Keramikarbeiten an, die sie ohne eine Töpferscheibe in Anspruch zu nehmen anfertigt.

Nebst vielen anderen ästhetisch hervorragend gestalteten Produkten wie etwa Schmuck, Vasen, Töpfen oder Arbeiten aus Papier und Karton, gefallen die gehäkelten Spielzeugfiguren am Stand von Barbara Ämisegger aus Kloten. Sie sagt: «Beim Häkeln kann ich mich entspannen. Und es macht mir Freude, wenn ich mit meinen Arbeiten andere Menschen beglücken kann.»

Lob für die gute Organisation

An den Handwerkermarkt, der von April bis Dezember jeweils einmal im Monat in der Zuger Altstadt inmitten von den hi­storischen Gebäuden und direkt am See stattfindet, komme sie immer besonders gerne. Nicht zuletzt auch, weil der Markt ­jedes Mal mustergültig organisiert sei und in allen hier zum Verkauf angebotenen Artikeln viel Herzblut stecke, betont ­Barbara Ämisegger.

Hinweis:

Weitere Informationen unter: www.zugerhandwerkermarkt.ch

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