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ZUG: Im Sommer soll alles fertig sein

Nach vielen Monaten ist die Fassade der Zuger Kantonalbank am Postplatz wieder zu sehen. Ein Blick ins Innere des Baus offenbart Erstaunliches.
Charly Keiser
Pascal Niquille (links) und Rolf Wiederkehr besichtigen (Bild Werner Schelbert)

Pascal Niquille (links) und Rolf Wiederkehr besichtigen (Bild Werner Schelbert)

Charly Keiser

Seit ein paar Tagen strahlt der Postplatz dank der Weihnachtsbeleuchtung eine gewisse Sinnlichkeit aus. Neben dem Auszug der Poststelle aus dem Hauptpostgebäude und der Grossbaustelle um den alten Posthauptsitz hat sich der Platz auch anderweitig verändert. Der Grund: Die Zuger Kantonalbank auf dem unteren Postplatz versteckt sich seit einigen Tagen nicht mehr hinter einem Baugerüst. Man sieht es der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes gut an, dass hier in den letzten Monaten tüchtig gearbeitet worden ist. Fast wie neu glänzen nämlich die weissen und schwarzen Natursteinplatten, die den Bau prägen.

Mitte dieses Jahres hätten eigentlich die Renovationsarbeiten beendet sein und die Räume wieder bezogen werden sollen. Mit Betonung auf hätten. Denn schwarzer Rauch und heisse Flammen stiegen am 17. Juli 2014 aus dem Dach der Bank und in den Himmel. Rund 250 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kanton Zug bekämpften den Grossbrand bis spät in die Nacht. Viele standen selbst am Tag danach noch im Einsatz, um die letzten Glutnester zu eliminieren.

Verzögerung

Aber das ist inzwischen Vergangenheit. Noch dauert es zwar eine Weile, bis Kunden die Schalterhalle der Bank betreten und die Angestellten des Bankinstituts im renovierten Bau ihrer Arbeit nachgehen können. Doch vor den nächsten Sommerferien und damit mit zwölf Monaten Verzögerung soll die Renovation des Hauptsitzes der Zuger Kantonalbank geschafft und der Einzug beendet sein, verrät Pascal Niquille, Präsident der Geschäftsleitung der Bank. Gerne ist die «Neue Zuger Zeitung» seiner Einladung gefolgt und hat einen Blick in die Eingeweide des in den 1950er-Jahren von Alfons Wiederkehr und Leo Hafner gebauten Gebäudes geworfen.

Zahllose Kabel hängen im seeseitigen Erdgeschoss von der Decke, und es sieht aus wie in einem Rohbau. «Das täuscht», beschwichtigt der Architekt und Sohn des Erbauers, Rolf Wiederkehr, und ergänzt: «Oben sind wir fast fertig.» Tatsächlich ist der grössere Fortschritt einen Stock höher in der Schalterhalle deutlich sichtbar. Bald würden die nummerierten Originalplatten der Wände und Böden montiert und verlegt, erklärt Wiederkehr. Die denkmalgeschützte Treppe ist bereits fertig renoviert, und deren Stufen sind zum Schutz mit Karton verkleidet.

Spuren des Brandherds beseitigt

Bereits bezugsfertig sehen eine Etage höher die künftigen Büroräume aus, nur im grossen Lichthof im Kern des Gebäudes sind zahlreiche Handwerker an der Arbeit. Und auch im obersten Stock und in der Ecke, in der der Brand ausgebrochen war, sind die Spuren der Fastkatastrophe beseitigt. Es ist nichts mehr zu sehen, was an das dramatische Ereignis erinnert. «Löschwasser mit einem Gewicht von 600 Tonnen ist in den Keller geflossen», blickt Wiederkehr mit «Schaudern» zurück, wie er sagt. Denn ohne die rund 100 Mikropfähle, die zuvor 25 Meter auf den Felsgrund gebohrt worden seien, wäre das Gebäude wohl in Schieflage gegen den See geraten, erklärt er. Und auch den Feuerwehrleuten gebühre grosser Dank, fügt Wiederkehr an. «Hätten die nämlich bei ihrem Löscheinsatz die Stahlträger nicht dauernd mit gekühlt, wäre das Gebäude wohl zusammengebrochen oder hätte zumindest nicht mehr renoviert werden können.»

Rund 12 Millionen Franken kostet der Brand die Gebäudeversicherung des Kantons Zug, wie deren Schadenexperte Harald Stiebellehner auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. «Das Gebäude hat sich beim Brand gewehrt und den Test bestanden», resümiert Rolf Wiederkehr, und Bankchef Pascal Niquille witzelt gut gelaunt: «Wenn keine Post mehr auf dem Postplatz ist, kann die Stadt ja den Platz in Zuger-Kantonalbank-Platz umbenennen.» Eine Überlegung, die möglicherweise tatsächlich Unterstützung findet ...

Hinweis

Mehr zur Fassade der Zuger Kantonalbank auf Seite 17.

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