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ZUG: Immer mehr Privatschüler im Kanton Zug

Der Anteil an Zuger Schüler an Privatschulen ist in den letzten Jahren stets angestiegen. Für die öffentlich-rechtliche Schule sei dies aber nicht etwa «bedrohlich oder gar existenzgefährdend», sagte Bildungsdirektor Stephan Schleiss an einer Fachtagung.
Im Schuljahr 2014/15 haben insgesamt 9 Prozent aller Schüler im Bereich der obligatorischen Schulzeit eine Privatschule im Kanton Zug besucht. So verteilten sich die Anteile auf die Gemeinden. (Bild: Grafik Direktion für Bildung und Kultur)

Im Schuljahr 2014/15 haben insgesamt 9 Prozent aller Schüler im Bereich der obligatorischen Schulzeit eine Privatschule im Kanton Zug besucht. So verteilten sich die Anteile auf die Gemeinden. (Bild: Grafik Direktion für Bildung und Kultur)

Im Schuljahr 2014/15 besuchten bereits 9,15 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine Privatschule. Die Schülerzahlen der gemeindlichen Schulen seien in den letzten 15 Jahren mit 11'000 aber sehr stabil geblieben. Von einem Wachstum der Privatschulen auf Kosten der öffentlichen Schulen könne also nicht gesprochen werden.Wie auch die öffentlichen Schulen werden auch die Privatschulen vom Kanton unterstützt - und werden das Sparprogramm der Regierung voraussichtlich zu spüren bekommen. "Im Sinne der Opfersymmetrie" müssen auch sie laut Schleiss einen Beitrag leisten.

Der Kantonsbeitrag für Kinder, die den Kindergarten oder die Primarschule an einer Privatschule besuchen, soll auf 1000 Franken gesenkt werden. Für Jugendliche der Sekundarstufe I ist eine Senkung auf 2000 Franken geplant.

Bisher unterstützt Zug die Privatschulen pro Kind mit 2616 Franken (Kindergarten/Primarschule) beziehungsweise 4562 Franken (Sek I). Im Kalenderjahr 2015 leistet der Kanton gesamthaft einen Betrag von fast 3,3 Millionen Franken an die Privatschulen.

Vor allem bei Expats gefragt

Trotz Kürzung seien die Beiträge an die Privatschulen im schweizerischen Vergleich noch immer hoch, sagte Schleiss. Die Grosszügigkeit des Kantons den Privatschulen gegenüber sei auch darin begründet, dass ein breites Angebot an Privatschulen einen Standortvorteil darstelle. Internationale Schulen mit dem International Baccalaureate seien vor allem bei Expats sehr gefragt.

Im Kanton Zug haben Privatschulen eine lange Tradition. Die älteste noch existierende Privatschule wurde 1872 gegründet. Wer die Zuger Kantonsverfassung von 1894 aufschlägt, begegnet dem Begriff "Privatschule" schon auf der ersten Seite: "Die Errichtung von Privatschulen und Privat-Lehranstalten ist gewährleistet."

Dies unterstreiche das Interesse des Kantons, "staatliche und private Schulen nebeneinander zu gewährleisten und dem Bürger damit die Wahlmöglichkeit offen zu halten". (sda)

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