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ZUG: Impfen in der Apotheke ist gefragt

Seit kurzem kann man sich auch in der Apotheke impfen lassen. Wie sich zeigt, ist das Angebot beliebt, vor allem bei der Grippeimpfung. Einige lassen sich diese dort zum ersten Mal geben.
Christopher Gilb
Angela Landtwing von der Metalli-Apotheke bei der Durchführung der Grippeimpfung. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 16. November 2017))

Angela Landtwing von der Metalli-Apotheke bei der Durchführung der Grippeimpfung. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 16. November 2017))

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

Seit August diesen Jahres kann man sich auch im Kanton Zug in der Apotheke impfen lassen. Geimpft werden darf gegen Grippe, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie Folgeimpfungen gegen Hepatitis A und B. Wie sich zeigt, bieten bereits diverse Apotheken diesen Service an.

Eine davon ist die Metalli- Apotheke in Zug. «Wir sind von der guten Resonanz wirklich überrascht», sagt Apothekerin Sanja Karan. Bereits rund 60 Personen hätten sich die Grippe­impfung in der Metalli-Apotheke geben lassen. Als Grund dafür vermutet sie verschiedene Kampagnen, die von Verbänden und Versicherungen zum Thema durchgeführt werden. So nutzt etwa der schweizerische Apothekerverband den Slogan: «Die Grippe wartet auch nicht auf einen Termin». Es sei zwar besser, wenn jemand im Vorfeld anrufe, da der Impfstoff gekühlt aufbewahrt werden und erst einmal auf Raumtemperatur gebracht werden müsse, so Karan, aber auch wenn man spontan vorbeikomme, müsse man nicht lange warten. Weniger gefragt seien bisher die Folgeimpfungen gegen Hepatitis A und B. «Da hatten wir erst einen Fall.» Wohl, weil man sich gegen solche Krankheiten sehr individuell impfen lasse. «Viele haben dort die Nachimpfungen bereits gemacht. Während die Grippeimpfung häufig erneuert werden muss.» Eine nächste grosse Nachfrage erwartet sie dann im Frühling, wenn die Zecken wieder ein Thema werden, für die Impfung gegen FSME.

Umfrage zur Resonanz gemacht

Auch Martin Affentranger, Inhaber der Anklin-Apotheke in Cham und Vorstand des Zuger Apotheker-Vereins, ist begeistert davon, wie gut das Impfangebot ankommt. Nach dem nationalen Grippeimpftag am 3. November hat er eine Umfrage unter den beteiligten Zuger Apotheken gemacht. «85 Personen liessen sich an diesem Tag in den Apotheken im Kanton Zug impfen. Wir sind allesamt wirklich überrascht von der insgesamt sehr guten Resonanz.» Allein in seiner Apotheke hätten sich bisher bereits 46 Personen die Grippeimpfung geben lassen. Er habe sogar bereits einmal nachbestellen müssen. «Es lassen sich bisher zwei Effekte feststellen.» Erstens, das Angebot trage dazu bei, dass sich mehr Leute impfen lassen würden. «Zwischen 10 und 20 Prozent meiner Kunden geben an, sich zuvor nicht gegen Grippe geimpft zu haben.» Bei jenen Kunden, die sich bisher jeweils beim Arzt geimpft hätten, so stelle er fest, sei dann ausschlaggebend, ob sie gerade sowieso einen Termin bei diesem hätten oder nicht. «Haben sie keinen, probieren sie es mal in der Apotheke, da es ihnen zu aufwendig ist, nur für die Impfung einen Termin zu vereinbaren.» Der zweite Effekt sei, dass die Grippeimpfung mehr ein Thema sei. Und erst wenn eben über diese geredet werde, mache man sich auch Gedanken darüber, ob man sie machen wolle oder nicht. «Wir sind uns gewöhnt als Apotheker, zu diversen medizinischen Themen befragt zu werden, nun geht es eben auch öfter um die Grippeimpfung.» Auch Martin Affentranger bestätigt, dass für den Moment der Schwerpunkt vor allem auf der Grippeimpfung liegt. «Aber auch von den Folgeimpfungen für Hepatitis A und B konnte ich bereits vier geben.» Oft seien dies Personen, die beabsichtigen würden, in der kalten Jahreszeit eine Reise in die Sonne zu machen, und den Apotheker dann bitten, schnell noch einen Blick in den Impfpass zu werfen. «Meist sind es dann nur die Impfungen für Hepatitis, die erneuert werden müssen, und das kann gleich bei uns vor Ort erledigt werden.»

Für Ärzte keine Konkurrenz

Dass in der Apotheke auch diejenigen, welche die Kosten für die Impfung eigentlich von der Grundversicherung rückerstattet bekommen, für die Impfungen etwas bezahlen müssen, erlebt Affentranger nicht als Nachteil. «Da sind wir bisher gut konkurrenzfähig. Denn nicht jeder hat im Herbst seine Franchise schon erreicht.» Doch was bedeutet diese Entwicklung für die Ärzte – verlieren diese gar Patienten an die Apotheken? «Ich finde es immer positiv, wenn sich mehr Personen impfen lassen», sagt Regula Kaufmann, Leiterin der Centramed-Praxis in Zug. Sie gehe davon aus, dass das Angebot in den Apotheken eher ein anderes Zielpublikum als das der Ärzte habe. Denn: «Wir setzten bei uns bisher etwa gleich viel Impfstoff wie in den Vorjahren ein.»

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