ZUG: In Königsdisziplin ist gutes Auge gefragt

Zentralschweizer Forstwarte haben sich im Baumfällen gemessen. Entscheidend ist dabei weder Kraft noch Geschwindigkeit.

Susanne Holz
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Der Oberägerer Förster Stefan Rogenmoser wartet auf sein Resultat – und kann sich später über 634 von 660 Punkten freuen. (Bild Stefan Rogenmoser)

Der Oberägerer Förster Stefan Rogenmoser wartet auf sein Resultat – und kann sich später über 634 von 660 Punkten freuen. (Bild Stefan Rogenmoser)

Freitag Vormittag, halb elf Uhr, im Wald der Korporation Walchwil: Stefan Rogenmoser lehnt sich ganz nahe an den Stamm einer hohen Fichte und blickt konzentriert nach oben. Wer es nicht besser weiss, der könnte denken, der junge Mann wolle Bekanntschaft schliessen mit diesem Baum oder verfolge ein unbekanntes Ritual. Doch Rogenmosers Vorgehen beruht auf der nüchternen Überlegung, wie diese Fichte am besten zu fällen sei – indem der Forstwart sich ganz nahe an den Baum lehnt, kann er die Stammachse der Fichte einschätzen. Eine halbe Stunde später, nachdem der Baum gefällt ist, wird der junge Zuger sagen: «Die Fichte stand gerade.»

Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
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Doch zunächst einmal erkundet Stefan Rogenmoser nicht nur den Baum, sondern auch dessen Umfeld. Der Baum trägt die Nummer 21, schliesslich ist auch der 32-Jährige die Nummer 21 im Zuger und Schwyzer Holzerwettkampf. Hat man sich vor vier Jahren in Schwyz gemessen, ist dieses Mal der Walchwilerberg Schauplatz Nummer eins für den Berufswettkampf der Waldarbeiter – ausser Zugern und Schwyzern nehmen Forstwarte aus Luzern und Mitglieder der Nationalmannschaft teil. Fünf Disziplinen umfasst der Wettkampf: Das Fällen ist die Königsdisziplin. Auf dem Zugerberg wird man am 14. Juni die vier weiteren Disziplinen austragen: Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Entasten.