ZUG: In Zug entsteht eine «einzigartige» Kirschsammlung

Am Samstag eröffnet die Konditorei Treichler in Zug eine neue Kirsch-Kollektion. Laut einem Experten ist sie «weltweit einzigartig». Zum Verkauf angeboten werden auch zwei seltene Exemplare.

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Das Sortiment umfasst 77 Destillate von acht verschiedenen Brennern (Bild: PD)

Das Sortiment umfasst 77 Destillate von acht verschiedenen Brennern (Bild: PD)

Am 7. Juni ist es soweit: Die Konditorei Treichler, die Erfinderin der Zuger Kirschtorte, eröffnet am Bundesplatz 3 in Zug eine spezielle Kollektion, die ganz dem Kirsch aus der Region Zug-Rigi gewidmet ist.

Das Sortiment umfasst 77 Destillate aus acht verschiedenen Brennereien, darunter von Traditionshäusern wie Etter (Zug), Fassbind (Oberarth) und Dettling (Brunnen), aber auch qualitativ hochwertige Brände von bäuerlichen Brennern bzw. kleineren Produzenten wie Griselda Keiser (Zug), Claude Weiss (Cham), Hermann Röllin (Baar), Thomas Heiner (Zug) und Hermann Hotz (Baar). Unterschieden wird zwischen hochpreisigem Jahrgangskirsch, Kirsch aus Wildkirschen und sortenreinen Bränden einerseits, sowie zwischen Cuvés und Assemblages, die aus einer Mischung von verschiedenen Destillaten bzw. Chriesisorten resultieren.

Teil des Sortiments sind auch zwei einzigartige Kirschflaschen der Jahre 1944 und 1959 aus dem Keller der Kirschstrasse Schweiz. Sie gehören laut dem Kirsch-Spezialisten Lukas Fassbind zu den wertvollsten Spirituosen überhaupt und haben einen Wert von 66‘000 bzw. 48‘000 Franken. Diese dürften den Puls von manchem Chriesiwasser-Fan höher schlagen lassen.

Das in der Konditorei Treichler zur Auswahl stehende Sortiment bezeichnet Fassbind als «weltweit einzigartig». Der Gesamtwert der Treichler-Kirsch-Kollektion schätzt er auf 150‘000 Franken. Der historische und ideelle Wert lasse sich jedoch nicht in Zahlen messen.

Im Gebiet Zug-Rigi produzieren rund 300 Landwirte jährlich 1200 Tonnen Brennkirsch und 60 lizenzierte Destillerien brennen daraus jährlich rund 50'000 Liter Kirsch.

pd/rem