ZUG: Ist das der Energielieferant der Zukunft?

In Baar steht neu ein Kleinkraftwerk. Es ist das erste im ganzen Kanton. Experten sehen in diesem Gerät viel Potenzial.

Stephanie Hess
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Sieht aus wie ein Kühlschrank, ist aber ein Kleinkraftwerk; Bernd Ams von der WWZ und Martin Seifert vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches. (Bild: Stafan Kaiser / Neue ZZ)

Sieht aus wie ein Kühlschrank, ist aber ein Kleinkraftwerk; Bernd Ams von der WWZ und Martin Seifert vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches. (Bild: Stafan Kaiser / Neue ZZ)

Es sieht aus wie ein schicker Kühlschrank. Produziert wird im Gerät im Keller der Albisstrasse 10 in Baar aber nicht etwa Kälte. Im Gegenteil: In dieser Brennstoffzelle entsteht durch einen elektrochemischen Prozess Strom und Wärme. Mit diesem Kleinkraftwerk der Schweizer Firma Hexis werden drei Haushalte versorgt.

Im Herbst auf den Markt

Die Vorteile des Systems sind gemäss Anbieter eine gute CO2-Bilanz. Überdies habe das System einen sehr hohen Wirkungsgrad. Das bedeutet: Die zugeführte Energie ist um einiges geringer, als die durch die Heizung nutzbar gemachte Energie.

Jene Anlage an der Albisstrasse ist die erste Brennstoffzellenheizung im Kanton Zug und eine von knapp 20 in der ganzen Schweiz. Serienmässig auf den Markt bringen die Schweizer Anbieter diese Heizungssysteme erst im kommenden Herbst. Was in Baar läuft, ist ein nationaler Feldversuch der Schweizerischen Gasindustrie.

Max Gisler, Leiter der kantonalen Energiefachstelle, beurteilt die neuen Geräte als «eine der künftigen Lösungen». Aber er, wie auch andere Experten orten auch Knackpunkte. Gemäss Hexis kostet ein Gerät wie es in der Albisstrasse steht zwischen 50 000 und 60 000 Franken. Zum Vergleich: Eine Ölheizung hätte an der Albisstrasse 30 000 Franken gekostet, eine Gasheizung 25 000 Franken, eine Holzpellets-Heizung 55 000 Franken.

<span style="display: none;">&nbsp;</span>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung oder im E-Paper.