Zug ist für Terroranschläge gerüstet

Im Kanton Zug ist man bereit für den Ernstfall, so das Fazit der Regierung. Diese hat sich heute während der Übung SVU vor Ort informiert.

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(zg) Schweizweit wird in diesen Tagen das Krisenszenario einer langanhaltenden Terrorlage geprobt. In Zug hat sich der Regierungsrat ein Bild der sogenannten Sicherheitsverbundsübung 19 (SVU 19) gemacht. Wie der kantonale Führungsstab in einer Mitteilung schreibt, besuchte die Regierung die Einsatzleitung der Zuger Polizei sowie des kantonalen Führungsstabes. Anlässlich seines Besuchs zeigte sich der Regierungsrat beeindruckt über das gute Funktionieren des Krisenstabs. Landammann Stephan Schleiss hielt fest: «Solche Übungen stellen sehr gute Vorbereitungen für den Ernstfall dar. Wir sind überzeugt, dass der Kanton Zug hier bestens gewappnet ist.»

Der Regierungsrat liess sich die Zusammenarbeit mit dem Bund sowie die internen Prozesse erklären. Er erhielt auch einen guten Eindruck von der erst kürzlich erneuerten Infrastruktur in den Führungsräumen. Der Chef des Kantonalen Führungsstabs (KFS), Urs Marti, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der Übungsorganisation: «Insbesondere die neu organisierten Räume und die moderne Technik erleichtern die Zusammenarbeit im KFS.» 

Schweizweit leisten rund 70 Organisationen (Stäbe, Bundesstellen, Kantone, Städte und kritische Infrastrukturen) einen Beitrag zur Stabsrahmenübung. Die SVU 19 soll überprüfen, wie die involvierten Sicherheitsorganisationen einen Krisenfall bewältigen können und wie sie in einer angespannten Terrorbedrohungslage zusammenarbeiten. Das Szenario ist eine lang anhaltende Terrorbedrohung durch Angriffe gegen kritische Infrastrukturen, erpresserische Forderungen und drohende Anschläge.

Neue Gesetzesgrundlagen ab Januar

Die Übung findet im Kanton Zug auch im Hinblick auf die erneuerten Gesetzesnormen zum Schutz der Bevölkerung im Fall von Grossereignissen, Katastrophen und Notlagen statt, die per 1. Januar 2020 in Kraft treten. Das neue Gesetz löst das veraltete Notorganisationsgesetz ab und gewährleistet die Handlungsfähigkeit von kantonalen oder kommunalen Institutionen der Legislative und der Exekutive im Ereignisfall. Für Urs Marti bieten solche Übungen ein gutes Trainingsumfeld: «Im Fall eines tatsächlichen Ereignisses sind wir handlungsfähig und haben die Grundlagen, um eine Krise rasch und effizient bewältigen zu können.»