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ZUG: Jeden Monat entsteht eine Zeichnung

Zwei ehemalige Kunstgewerbeschülerinnen realisieren ein gemeinsames Projekt: Die Kunststube zeigt eine Auswahl der Arbeiten.
Monika Wegmann
Magdalena Scherrer (links) und Maria Di Iorio zeigen ihr originelles gemeinsames Kunstprojekt. (Bild: Jakob Ineichen (Zug, 14. Oktober 2017))

Magdalena Scherrer (links) und Maria Di Iorio zeigen ihr originelles gemeinsames Kunstprojekt. (Bild: Jakob Ineichen (Zug, 14. Oktober 2017))

Das Jahr an der Kunstgewerbeschule in Zürich liegt bei Magdalena Scherrer und Maria Di Iorio schon lange zurück. Genau gesagt mehr als 60 Jahre. Darum erstaunt es, dass die beiden heute älteren Damen nun zusammen künstlerisch tätig sind: Seit 2013 gestaltet jede pro Monat eine Zeichnung. «Das Thema wählen wir gegenseitig», sagt Magdalena Scherrer an der Vernissage in der Kunststube A4 in Zug. Dort ist derzeit eine spannende Auswahl der Arbeiten der letzten Jahre zu sehen.

Verschiedene Auffassungen

Die Besucher sind überrascht von der Vielzahl sowie der verschiedenen künstlerischen Ausarbeitung der Themen, bei denen oft auch der Humor durchblitzt. Die beiden ersten Zeichnungen zeigen Steine. Daneben gibt es Sujets, die sich mit Knöpfen, Wegen, der Angst, dem Horizont und vielem mehr befassen.

Immer sind beide Zeichnungen nebeneinander zu sehen, was die Unterschiede des Stils klar erkennen lässt. So sind bei Magdalena Scherrer die «Knöpfe» in einem Strick naturalistisch gezeichnet, bei Maria Di Iorio ist dagegen abstrahiert eine Jacke mit grossen Knöpfen zu sehen. Während Magdalena Scherrer meist sehr detailliert ihre Motive zeichnet, wählt Maria Di Iorio eher einen abstrahierenden Stil. Sie sei nicht immer mit ihrem Ergebnis zufrieden, beispielsweise mit dem «Horizont». Meist habe sie mehrere Ideen im Kopf und müsse darüber nachdenken. «Aber ich habe ja einen Monat Zeit.» An der Umsetzung des Themas Sport habe sie lange studiert. Maria Di Iorio sagt lächelnd: «Am letzten Tag ist das Bild dann entstanden. Doch es bleibt stets spannend, die Aufgabe zu lösen.»

Beide bekunden, dass sie jeden Monat sehr neugierig darauf sind, wer was gemacht hat. «Das ist wie bei einer privaten Vernissage», so Magdalena Scherrer. Die Beschäftigung sei für beide ein lustiges Erlebnis und zugleich ein Ansporn, die Aufgabe zu lösen. «An eine Ausstellung haben wir zu Beginn nicht gedacht. Das Projekt war für uns persönlich, um den Kontakt wieder zu intensivieren», erklärt Magdalena Scherrer. Mit einem gewissen Stolz weist sie darauf hin, dass sie vier Jahre und acht Monate lang diszipliniert jeden Monat eine Zeichnung geschaffen hätten. So lägen inzwischen über 100 Werke vor. «Und es geht weiter. Die neuen Themen sind schon bestimmt: Sport und Reisen.»

Einst einen Tabak- und Schirmladen geführt

Die Ausstellung angeregt hat der Zuger Galerist Beat Iten, der von dem Projekt wusste. «Ich kenne Magdalena seit über 50 Jahren. Sie ist eine Zugerin, die früher einmal in der Stadt einen Tabak- und Schirmladen geführt hat. Aber es brauchte einiges, um die beiden für eine Ausstellung zu gewinnen.» Wie man sieht, hat das geklappt. Und so können sich auch die Besucher an dem originellen Projekt erfreuen.

Monika Wegmann

redaktion@zugerzeitung.ch

Hinweis:Die Ausstellung der Zeichnungen von Magdalena Scherrer und Maria Di Iorio läuft bis 11. November in der Kunststube A4, Kirchenstrsasse2, Zug. Die Öffnungszeiten sind: Di, Do, Fr 9-12, 14-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr.

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