ZUG: Jodler-Abig begeistert die Gäste mit stimmungsvollen Stücken

Das Jodlerdoppelquartett Zug verzaubert mit einem abwechslungsreichen Konzert das Publikum im Burgbachsaal und schaut vorwärts auf ein grosses Jubiläumskonzert.

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Das Jodlerdoppelquartett Zug bei seinem Jahreskonzert im Burgbachsaal. (Bild: Maria Schmid (Zug, 27. Mai))

Das Jodlerdoppelquartett Zug bei seinem Jahreskonzert im Burgbachsaal. (Bild: Maria Schmid (Zug, 27. Mai))

Melodisch weich gelingt dem Jodlerdoppelquartett am letzten Samstag der Auftakt zu seinem Konzert im Burgbachsaal in Zug mit «Us de Bärge». Fein abgestimmt präsentiert sich der Chor, die tiefen Bassstimmen stützen das federleichte Jodelsolo von Josef Huber aus Büron, der das Publikum mit einer kräftigen Stimme begeistert und den Chor leitet.

Die Freude an der Musik bezeugen die vielen Jodler mit einem stillen Lächeln oder einem Jutzer. Präzise und sicher führen sie auch «Bärgfäst» vor, das sie am Jodlerfest in Brig zum Besten geben werden. Ein abwechslungsreiches harmonisches Stück, dem sie mit ihren satten Klängen eine eigene Note geben und sicherlich die Jury zu überzeugen vermögen. «Vor dem Jodlerabig ist das Jodlerdoppelquartett oft ein wenig nervös, da es doch ziemlich aufwendig ist, den Abend auf die Beine zu stellen und sich von der besten Seite zu zeigen», verrät Andrea Schaffert aus Brunnen, die gewandt durchs Programm führt.

Perfekt in das abgerundete Programm passt der Gastclub «Heimetchörli Hemberg». Schmuck sind die Frauen in bordeaux- bis lilafarbene Schürzen gekleidet, die Männer in roten Gilets mit traditionellen Ohrringen. Hingebungsvoll widmen sie sich dem Gesang und erzeugen mit dem Wechsel an Dynamik und Tempo einen Spannungsbogen über das gesamte Stück. Der Chor zeigt sich stimmig und reich an einzigartigen Stimmen. Ruedi Roth aus Bächli-Hemberg leitet den Chor nicht nur, sondern hat auch einiges komponiert, was der Chor hingebungsvoll singt.

Beschwingte Kostprobe

Für ordentlich Stimmung und zur Auflockerung spielt das Handorgelduo Edy und Res mit Osi Zurfluh am Bass auf. Es bietet eine beschwingte Kostprobe, da es im Anschluss an das Konzert zum Tanz aufspielen wird. Das Publikum lauscht gebannt und kommt nicht umhin, ab und an mit den Füssen zu wippen.

«Seit fast zwanzig Jahren jodelt das nächste Duo zusammen und kann auf eine abwechslungsreiche Zeit zurückblicken. So waren die beiden fürs Jodeln schon auf den Philippinen oder in Japan», sagt Andrea Schaffert, als sie das Jodelduett bestehend aus Madlen Niederberger aus Kägiswil und Margrith Müller-Bischof aus Unterägeri ankündigt. Die beiden verzaubern mit bedächtigen, graziösen Melodien oder Zackigerem, das zum Mitwippen einladet.

Mit «Abschied» beendet das Jodlerdoppelquartett Zug den Abend und hält bis zum Schluss ein hohes Niveau. Himmlisch weich sind die Stimmen und klingen bis zum Schluss in satten Farben. Nächstes Jahr, am 19. Mai, präsentiert das Jodlerdoppelquartett Zug sein 90-Jahr-Jubiläums-Konzert, das sicherlich mit ebenso vielen musikalischen Höhepunkten glänzen wird wie das diesjährige vom letzten Samstag.

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch