ZUG: Jubiläums Classic trotzt dem Regen

Die 20. Ausgabe der Zugerberg Classic bleibt in Erinnerung. Aufgrund der vielen Teilnehmer trotz der Witterung und den Jubiläumsaktivitäten.

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Sie jubeln im Ziel: Monika Weiss, Rita Bucher und Judith Märchy. (Bild: Stefan Kaiser)

Sie jubeln im Ziel: Monika Weiss, Rita Bucher und Judith Märchy. (Bild: Stefan Kaiser)

David Braun aus Cham startet zuvorderst mit. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
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Ehrenstarter Marc Girardelli (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Thomas Schilter, Gewinner Berglauf. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Thomas Schilter, Gewinner Berglauf. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
David Braun aus Cham startet zuvorderst mit. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Monika Weiss, Rita Bucher und Judith Märchy (von links). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Bike-Sieger Sebastian Ostertag fährt auch im Regen der Konkurrenz davon (Bild: Philipp Hegglin)
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Stefan Kaiser (Neue ZZ) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Das Bergrennen Zugerberg Classic mit Läufer und Mountainbiker.
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Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Das Bergrennen Zugerberg Classic mit Läufer und Mountainbiker.
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Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ

David Braun aus Cham startet zuvorderst mit. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die 20. Zugerberg Classic stand unter keinen guten Vorzeichen. Zum einen waren die Wetterprognosen düster. Würden die vielen Teilnehmer kommen? Zum anderen war die Zukunft der Zugerberg-Classic noch immer nicht gesichert. Diese Frage musste an dieser Classic beantwortet werden. Und dies alles an der Jubiläums-Ausgabe, an welcher so oder so alles noch einmal besser organisiert werden sollte.

Wetterfeste Athleten

Die erste Befürchtung, der Mangel an Teilnehmer, konnte bereits am frühen Morgen Entwarnung gegeben werden. «Die Anmeldungsstelle war zeitweise überfüllt. Bis auf den Burgbachplatz standen die Wartenden für eine Startnummer», freute sich der Technische Leiter der Zugerberg Classic, Patrick Theiler. Mit 230 Läuferinnen und Läufer wurde ein für das Organisationskomitee «sensationeller Wert erreicht, wenn man die Wetterbedingungen betrachtet», freute sich Theiler. Mitverantwortlich für die vielen Teilnehmer und Zuschauer war auch Ehrenstarter Marc Girardelli, fünfmaliger Gewinner des Ski Alpin Gesamtweltcups. «Das sind schon wetterfeste Athleten», freute sich der ehemalige Skistar, der sich eher die Laufschuhe angeschnürrt, anstatt sich auf das Bike geschwungen hätte, hätte er sich für eine Disziplin an der Zugerberg-Classic entscheiden müssen. Doch auch die Teilnehmer waren von der Präsenz des Luxenburgers begeistert. Nicht wenige starteten mit einem Autogramm auf der Startnummer. Das Rennen konnten alle beenden. Schnellster Bergläufer war der 25-jährige Thomas Schilter aus Rothenthurm mit einer Zeit von 28:17 Minuten. Den Titel als Zuger BergmeisterIn holte sich Conny Odermatt bzw. Philipp Arnold.

Schlammschlacht bei den Bikern

Die Mountainbiker liessen sich eher vom Regen abschrecken. Waren im vergangenen Jahr noch gegen die 200 Biker am Start, so halbierte sich diese Zahl hauptsächlich wegen dem Wetter. Doch obwohl sich das Wetter nass-trüb statt sonnig-klar präsentierte; der Sieger war zum vierten Mal in Folge der gleiche: Sebastian Ostertag aus Wädenswil distanzierte seine Verfolger um eine Minute und mehr. Damit baute er seine Siegesserie an der Classic weiter aus. «Das Wetter war heute kein Problem», meinte Ostertag nach der Siegerehrung. «Ich bin einfach gut in Form und nutzte den Anlass als ein hartes Training, um für die nächsten Rennwochenenden bereit zu sein». Was ihm denn an der Classic besonders gefällt erwidert Ostertag: «Speziell an diesem Rennen ist, dass das Ziel auf einem Berg ist. Das entspricht meinen Fähigkeiten», so der 30-jährige, der seine Konkurrenz bereits in den ersten steilen Metern den Walchwilerberg hinauf distanzierte. Die schnellsten Zuger waren dem Zürcher aber dicht auf den Fersen. Jonas Roth vom RMV Cham-Hagendorn holte sich den Titel als Zuger Bikemeister. Die Siegerin bei den Frauen war Anita Hürlimann. Die Allrounderin gewann im vergangenen Jahr bereits den Titel als Zuger Berglaufmeisterin.

Jubiläumsaktivität mit Sportgrössen

Ein Jubiläum wäre nicht ein Jubiläum wenn man es nicht kräftig feiern würde. So waren nicht nur die Sportlerinnen und Sportler nach dem Wettkampf herzlich eingeladen, sondern auch die Helferinnen und Helfer, welche zum Teil schon die ganzen 20 Jahre als Helfer dabei sind. Herbert aus Meierskappel hatte seinen Posten kurz vor dem Ziel auf dem Zugerberg. «Es war in diesem Jahr ein bisschen nass. Aber mit den vielen bekannten Leuten ist es immer lustig. Besonders amüsiert habe ich mich über ein paar Jugendliche, welche bei diesem Wetter ein Feuer entfachen und eine Cervalat grillieren wollten», lacht Herbert. Belohnt für die langjährigen Helferdienste luden die ehemaligen Ehrenstarter, wie Triathlon Olympiasiegerin Brigitte McMahon oder Marcel Rohner nach dem offiziellen Programm zum Zugerberg Classic Quiz und zum Einradfahren im Burgbachsaal. Unter grossem Gelächter wurden so die zum Teil nassen Schuhe von den Helferdiensten schon fast wieder trocken.

Die Classic erlebt ein drittes Jahrzehnt

«Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag», freute sich Peter Zürcher, OK-Präsident, über den Anlass. «Wir hatten sehr viele Teilnehmer für dieses Wetter. Und die vielen ehemaligen Ehrenstarter, die für das Rennen gekommen sind sowie Marc Girardelli, ich glaube, da können wir sehr stolz sein, dass wir sowas hingebracht haben». Für Zürcher endet mit der diesjährigen Zugerberg-Classic aber auch ein persönlicher Weg. Er tritt als OK-Präsident zurück. «Glücklich kann ich verkünden, dass sich für das kommende Jahr ein Organisationskomitee gefunden hat und die Zugerberg-Classic 2016 am 1. Mai stattfindet. Es ist ein innovatives Team mit vielen Ideen und ich bin gespannt, was sie auf die Beine stellen im kommenden Jahr». Zürcher wird aber das nächste Jahr sicher wieder auf dem Burgbachplatz zu finden sein. «Aber einfach als normaler Helfer, der den Anlass unterstützt. Denn vor meinen dreizehn Jahren im OK hatte ich als Helfer auch viel Spass».

Jan Heldstab

HINWEIS:
Rangliste auf www.zugerberg-classic.ch